Theaterstücke von Martin Willi

 

Sind Sie auf der Suche nach einem neuen Stück?

Hier finden Sie alle Stücke von Martin Willi, künstlerischer Leiter des theater WIWA, inklusive Übersetzungen und Neubearbeitungen.

Vielleicht finden Sie etwas passendes für Ihre nächste Aufführung! Wenn ja, dann würde sich der Autor über eine Einladung zu einer Aufführung sehr freuen!

 

 

Top Ten:

Die Hitparade der zehn meist gespielten Stücke, die von Martin Willi verfasst, übersetzt oder neu bearbeitet wurden.

01.) Uf Bali und zrugg

02.) De Wilddieb vom Kornberg

03.) De Schaggi uf Abwääge

04.) Guets Tägeli Frau Nägeli

05.) Au Verwandti sind nur Mänsche

06.) Am stille Wasser

07.) De grossartig Hannibal

08.) Bunbury

09.) Alles ganz normal?

10.) Hansi uf em Tannebaum

 

 

 

 

01.) Aber das chann doch ned wahr sii

02.) Alfred, min liebe Alfred

03.) Alles ganz normal?

04.) Alli sind scho do

05.) Amber Hall

06.) Am Mittag war alles vorbei

07.) Am stille Wasser

08.) Aninas Sehnsucht

09.) Aug um Aug - Mord um Mord

10.) Aurelia

11.) Au Verwandti sind nur Mänsche

12.) Bevor der Tag sich neigt

13.) Bistro Anina

14.) Blumen für eine Blinde

15.) Bösi Geischter

16.) Bunbury

17.) Carolines Nacht der Nächte

18.) Chilbi im Dorf

19.) Das cha doch kei Sünd sii

20.) De ganz normali Wahnsinn

21.) De grossartig Hannibal

22.) De Güggel-Chrieg

23.) De Hüratsvermittler isch da

24.) De Räuberhauptmann Hadubrand und sini Bandi

25.) Der Berg der Zementträume

26.) Der Mörder kam um Mitternacht

27.) De Schaggi uf Abwääge

28.) De Wilddieb vom Kornberg

29.) Die heisse Spur

30.) Die Nacht der Nächte

31.) Die rote Zora und ihre Bande

32.) Die Schneekönigin

33.) Ei Fründin chunnt sälte ellei

34.) En chline Chindertraum

35.) En Diamant für de Zirkus

36.) Ene mene Krötenschleim

37.) En schwierige Fall

38.) En verzwickte Fall

39.) En Zuckermaa chonnt sälte allei

40.) Eusi beschte Täg

41.) Falsche Schlange

42.) Goldraub i de schwarze Höhli

43.) Guets Tägeli Frau Nägeli

44.) Hannibal ist toll

45.) Hansi uf em Tannebaum

46.) Honigmond

47.) Hüt isch Sälbschtbedienig

48.) Ignatius, Bauernkaiser von Laufenburg

49.) Igor - der bekannte Unbekannte

50.) Immer wenn die Krähe ruft

51.) Kei Platz für Liebi

52.) Matto regiert

53.) Meischterspion Fischer

54.) Panik i de Rathuusgass

55.) Schellen-Ursli

56.) Schwarz auf Weiss

57.) S doppelte Lotti

58.) Spurlos verschwunden

59.) Sterben Sie wohl, meine Liebe

60.) Stilles Wasser

61.) Timm Thaler oder Das verkaufte Lachen

62.) Totalschaden

63.) Toti läbe länger

64.) Uf Bali und zrugg

65.) Verschmutzung lohnt sich nicht

66.) Waldemar uf heisser Spuur

 

 

 

 

Aber das chann doch ned wahr sii

Art des Stücks:

Lustspiel in einem Akt (Spieldauer rund 50 Minuten)

Autor:

Martin Willi

Aufführungsrechte:

Theaterverlag Kaliolabusto, Messen - 079 630 76 12

Personen:

2 Herren / 3 Damen

Zeit:

Gegenwart, verfasst im Jahre 2005, es ist Sommer

Ort der Handlung:

Wohnzimmer von Pitsch in einer Schweizer Grossstadt.

Inhaltsangabe:

Vor wenigen Jahren war Pitsch in der Schweiz ein gefeierter Rockstar. Mit seinem ersten Song „Aber das chann doch ned wahr sii“ lag er wochenlang auf dem ersten Platz der Hitparade. Die Fans lagen ihm zu Füssen, die Fachleute prophezeiten ihm einen kometenhaften Aufstieg und einen andauernden Erfolg. Doch Pitsch gelang es nicht, seinen Hit zu bestätigen. Jeder seiner Nachfolgesongs wurde zu einem Riesenflop. Heute fristet er ein kärgliches Dasein, er singt ab und zu in einer mittelklassigen Bar, ansonsten jobbt er aushilfsweise als Kehrichtmann bei einer Müllabfuhr.

Seine Managerin Gundula von Bergen versucht immer wieder ihn in einer Fernsehshow unterzubringen oder ihm einen neuen Plattenvertrag zu vermitteln, jedoch ohne Erfolg. Da taucht der Lokaljournalist Walter Senn auf, der infolge Sommerflaute auf der Redaktion ein Interview mit Pitsch machen will. Pitsch wittert bereits wieder Morgenluft, aber der Artikel zeigt ihn in einem überaus schlechten Bild. Er möchte unbedingt wieder Erfolg haben, doch sein Durchhaltewillen ist nicht sehr gross. Sein offenbar einzig noch verbliebener Fan ist die nicht mehr ganz junge Stefanie, die sich fürsorglich um ihn kümmert. Ganz im Gegensatz zu seiner Nachbarin und Wohnungsvermieterin Brigitte Güntert, die ihm mangels bezahlter Wohnungsmiete mit Zwangsräumung droht.

Wird es Pitsch gelingen wieder aus diesem Teufelskreis heraus zu kommen? Kann er sich nochmals überwinden und seiner Karriere einen Schub nach oben geben? Das Stück ist manchmal tragisch, hat aber immer wieder humorvolle Szenen. Es wird eine Geschichte eines Menschen erzählt die so oder ähnlich immer wieder vorkommen kann.

Bühnenbild:

Das Wohnzimmer befindet sich in einem völlig desolaten Zustand, überall liegen Gegenstände am Boden, alles sieht sehr heruntergekommen und verwahrlost aus. Das Zimmer weist drei Türen auf: Nach links geht es in das Bad und das Schlafzimmer, nach rechts in die Küche, hinten befindet sich der Haupteingang. Es ist nur wenig Mobiliar vorhanden: ein Polstersessel, ein Tisch mit zwei Hockern, eine Kommode mit Bar. An den Wänden hängen Fotos von Pitsch, diverse Zeitungsartikel und eine goldene Schallplatte.

 

 

 

 

Alfred, min liebe Alfred

Art des Stücks:

Lustspiel in einem Akt (Spieldauer rund 45 Minuten)

Autor:

Martin Willi

Aufführungsrechte:

Theaterverlag Marabu, Zürich - 044 382 24 27

Personen:

3 Herren / 3 Damen

Zeit:

Gegenwart, verfasst im Jahre 2008. Die Handlung spielt an einem Montag, der erste Teil am Morgen, der zweite Teil am Abend.

Ort der Handlung:

Das Gasthof Schiff in einer Schweizer Kleinstadt.

Inhaltsangabe:

Im Gasthof Schiff, einem Restaurant in einer typisch schweizerischen Kleinstadt, trifft sich regelmässig am Morgen eine recht illustre Gästeschar zur wohlverdienten Pause. Es sind dies der eingefleischte Junggeselle Alfred Stirnimann, der bei der städtischen Müllabfuhr tätig ist; dessen schon seit Monaten arbeitsloser Freund Hans-Dieter Vollmer; die Briefträgerin Brigitte Frey; und der Bankangestellte Beat Schwarz. Hier werden sie von der Inhaberin Simone von Thommen freundlich und zuvorkommend bewirtet.

An diesem Montagmorgen als unsere Handlung beginnt ist zunächst alles so wie immer. Bis eine unbekannte Frau die Lokalität betritt. Alle Anwesenden scheinen sich irgendwie an diese Frau zu erinnern, doch woher und weshalb scheint niemand mehr genau zu wissen. Verwechslungen und Verwirrungen nehmen nun ihren Lauf, witzige Situationen und treffende Pointen untermalen die Handlung. Erst als die unbekannte Frau, die sich als Bernadette Graf ausgibt, ihr Geheimnis lüftet, kann die so genannte Normalität wieder einkehren.

Bühnenbild:

Links die Theke des Restaurants, dahinter eine Türe in die Küche. In der Mitte der Bühne der Ein- und Ausgang des Gasthofs Schiff. Rechts befindet sich eine Türe, die ins WC und in die Gästezimmer führt. Auf der Bühne sind etwa drei Tische mit Stühlen vorhanden.

 

 

 

 

Alles ganz normal?

Art des Stücks:

Gesellschaftssatire in acht Bildern (Spieldauer rund 90 Minuten)

Autor:

Martin Willi (Dieses Stück ist die schriftdeutsche Fassung des Originals „De ganz normali Wahnsinn“)

Aufführungsrechte:

Plausus Theaterverlag, Kasernenstrasse 56, D-53111 Bonn

Personen:

4 Herren / 4 Damen / 3 Gespenster (Die Gespenster können sowohl von Männern wie auch von Frauen dargestellt werden.)

Zeit:

Gegenwart, verfasst im Jahre 1998

Ort der Handlung:

1. und 8. Bild - Verpackungsraum der Firma Kusto AG / 2., 5. und 7. Bild - Untersuchungszimmer bei Dr. Witzig / 3. und 6. Bild - Krankenzimmer von Kuno / 4. Bild - Krankenzimmer von Sybille

Inhaltsangabe:

Kuno ist ein einfacher Betriebsarbeiter in einer Kunststofffabrik, der Kusto AG. Dort ist er in der Verpackungsabteilung tätig und steht unter der Aufsicht seiner dominanten Chefin Renata Müller, die er Big Boss nennt. Er ist, wie so viele Arbeiter in der heutigen Zeit, überlastet und gestresst. Dieser Stress führt bei Kuno zu „Anfällen“.

Nach einem solchen „Anfall“ wird er vorsichtshalber ins gelbe Haus zur Normalität überführt. Im gelben Haus fällt Kuno in die Hände von Doktor Hieronymus Witzig, Schwester Kunigunde und Pfleger Billi. Schon bald bemerkt Kuno, dass er eigentlich gar nicht verrückter als der Arzt und dessen Personal ist. Doch Kuno wird dennoch in die Gummizelle verfrachtet, wo er dem wirklichen Wahnsinn immer näher kommt.

In der Klinik macht er die Bekanntschaft mit der hübschen Patientin Sybille, die sich für die längst verstorbene Kaiserin „Sissi“ hält. Sybille und Kuno verlieben sich ineinander und schmieden einen Plan, um aus der Klinik zu fliehen. Dies gelingt dem Paar dank der Hilfe von drei Gespenstern, die die Krankheit „Nervstrittis“ verkörpern, und gleichzeitig das Innere Ich von Kuno darstellen.

Dieses zum Teil gesellschaftskritische Stück stellt auf satirische Art und Weise den „Ganz normalen Wahnsinn“ dar, wie er schon fast alltäglich ist. Das Publikum soll zum Mitdenken angeregt werden und sich mitunter auch selbst hinterfragen. Unser heutiges Streben nach dem Perfektionismus, dem tadellos „funktionieren“ eines jeden einzelnen Menschen wird in Frage gestellt. Trotz aller Thematik soll aber der Humor nicht zu kurz kommen.

Bühnenbild:

Das Stück soll mit möglichst wenig Kulissen und Einrichtungsgegenständen auskommen. Daher können die Umbauten der einzelnen Bilder auch schnell vollzogen werden. Bei allen Bildern kann zum Beispiel mit drei Wänden gearbeitet werden, hinter denen sich die drei Gespenster jeweils verbergen. Diese Wände dienen als Verpackungsraum, Untersuchungszimmer und Krankenzimmer. Natürlich können die Bilder auch mit herkömmlichen Kulissen dargestellt werden. Hier sind der Regie keine Grenzen gesetzt. Beim Untersuchungszimmer von Dr. Witzig wird ein Sofa und ein Skelett benötigt. Für die beiden Krankenzimmer braucht es je ein Krankenbett, das jedoch für beide Bilder verwendbar ist.




 

Alli sind scho do

Art des Stücks:

Lustspiel in einem Akt (Spieldauer rund 50 Minuten)

Autor:

Martin Willi

Aufführungsrechte:

Breuninger Verlag, Aarau - 062 824 42 34

Personen:

2 Herren / 4 Damen

Zeit:

Gegenwart, verfasst im Jahre 2004

Ort der Handlung:

In einem kleinen Dorfladen, irgendwo in einem Schweizer Dorf.

Inhaltsangabe:

Klara Fischli lebt seit ihrer Geburt in einem verträumten typischen Schweizer Dorf. Hier betreibt sie seit vielen Jahren den Dorfladen, den sie von ihren Eltern übernommen hat. Obwohl viele Dorfbewohner ihre Einkäufe vermehrt in den nahe gelegenen Städten tätigen und ihr „Tante-Emma-Laden“ ein Relikt aus vergangenen Tagen ist, hält sie an dieser Tradition fest und will nichts von einer Schliessung wissen. Ganz im Gegenteil zu ihrem Sohn Bruno, der das Gebäude noch so gerne an den Geschäftsmann Michael Nydegger verkaufen möchte. Dieser will nämlich auf dem Grundstück des Ladens ein Mehrfamilienhaus errichten.

Die Dorfbevölkerung, allen voran die Lehrerin Samira Stebler wehrt sich gegen die Absichten von Bruno Fischli und versucht mit neuen Ideen vermehrt Kunden in den Dorfladen zu locken. So wird es beispielsweise mit einem Kaffee-Ecken versucht, der auf Vorschlag der Kundin Rosi Klein entstanden ist. Die junge Maria-Dolores Lehmann aber hat ganz andere Ideen. Die Erotik soll im Dorfladen der Klara Fischli Einzug halten.

Wird es Klara Fischli gelingen, ihren Laden weiterhin zu betreiben? Kann sie sich gegen die Pläne ihres Sohnes durchsetzen? Welche Vorschläge der Kundschaft können ihr weiterhelfen?

Das Stück erzählt eine Geschichte, wie sie so oder ähnlich schon oft vorgekommen ist und noch immer vorkommt. Die Handlung ist amüsant und verspricht beste Unterhaltung.

Bühnenbild:

Ein typischer „Tante-Emma-Laden“ aus fast schon vergangenen Zeiten. Hier kann man einfach alles kaufen, genau so überfüllt sieht es auf der Bühne auch aus. Auf der linken Seite ist der Ladentisch mit Kasse, dahinter die Türe in die Wohnräume von Klara Fischli. In der Mitte des Ladens befinden sich nach hinten die Türe auf die Strasse, sowie ein bis zwei Fenster. Auf der rechten Seite ist eine kleine gemütliche Kaffee-Ecke eingerichtet. Dort steht auch ein runder Tisch mit einigen Stühlen. Überall stehen Verkaufsregale herum. Der Einrichtung nach Gutdünken der Regie sind keine Grenzen gesetzt. Bei jedem Ein- und Austritt ist an der Türe ein Gong zu hören.

 

 

 

 

Amber Hall

Art des Stücks:

Mystery-Schauspiel in zwei Akten (Spieldauer rund 120 Minuten)

Autor:

Lars Lienen, Schweizerdeutsche Bearbeitung: Martin Willi

Aufführungsrechte:

Breuninger Verlag, Aarau - 062 824 42 34

Personen:

6 Damen

Zeit:

Gegenwart, Uraufführung im Jahre 2008

Es ist Herbst, die Handlung spielt innerhalb von wenigen Tagen.

Ort der Handlung:

Die Villa Amber Hall in der Nähe von Dublin, Irland.

Inhaltsangabe:

Offenbar hat das Schicksal ein Einsehen mit den jungen Frauen Emily und Sarah Roslin. Die beiden Schwestern erben zwei Jahre nach dem gewaltsamen Tod ihrer Eltern ein unglaubliches Vermögen. Mit dem Kauf der luxuriösen Villa „Amber Hall“ scheinen sich endlich all ihre Träume von einem sorgenfreien Leben zu erfüllen.

Doch schon nach kurzer Zeit versetzen merkwürdige Geschehnisse Emily in Angst und Schrecken und lassen sie mehr und mehr an ihrem Verstand zweifeln. Bis sich schliesslich das düstere Geheimnis von „Amber Hall“ offenbart. Doch da ist es bereits zu spät.

War das dunkle Genre meist dem Kino vorbehalten, betritt mit „Amber Hall“ der Schrecken das Theater und treibt den Puls des Publikums in die Höhe…

Bühnenbild:

Alle Szenen spielen im Salon von Amber Hall.

Die Einrichtung kann beliebig gewählt werden, sollte aber sowohl den Eindruck von Stil als auch von Behaglichkeit vermitteln. Benötigt wird mindestens ein Tisch mit drei Stühlen, Sofa oder Sessel, eine Bar, sowie Bilder an den Wänden.

Auf- und Abgänge: nach links in die Schlafzimmer und Privaträume, hinten rechts in Küche und Speisesaal, vorne rechts der Haupteingang.

Mindestens ein Fenster, kann auch imaginär dargestellt werden.

 



 

Am Mittag war alles vorbei

Art des Stücks:

Tragikomödie in zwei Akten (Spieldauer rund 95 Minuten)

Autor:

Martin Willi

Aufführungsrechte:

Theaterverlag Kaliolabusto, Messen - 079 630 76 12

Personen:

4 Herren / 6 Damen

Zeit:

Gegenwart, verfasst im Jahre 2013

Die Geschichte beginnt und endet im Frühling, die schönste Jahreszeit, die Zeit der Liebe…

Ort der Handlung:

Eine kleine Schweizer Ortschaft in der Nähe von Basel, eine Gegend wo noch Jeder Jeden kennt.

Inhaltsangabe:

Vor rund einem Jahr verstarb Céciles grosse Liebe Tommy bei einem Motorradunfall. Es war ein wunderschöner Sonntag, der die Beziehung innert Sekunden zerstörte. Es war auch ein Sonntag, schöner als man sich überhaupt denken kann, als die Liebe zwischen den beiden begann.

Cécile Wenger nimmt die Zuschauer mit auf die Reise durch ihre Liebesgeschichte. Von der ersten Begegnung mit Tommy Hofer in der Alohabar bis zum bitteren Ende. Eine romantische, bewegende Geschichte in vielen Episoden mit humorvollen Szenen und einem tragischen Finale.

Speziell ist, dass die Spieler(innen) während des Stücks immer wieder in die Rolle des Erzählers treten. Aussergewöhnlich auch, dass das Stück mit dem Ende beginnt und den Zuschauern die Handlung dann wie von hinten aufgerollt erzählt wird. Oder ist das Ende gar nicht das Ende?

Bühnenbild:

Das Stück spielt im Zimmer von Cécile: Bett und Nachttisch links, imaginäres Fenster vorne, Türe rechts.

Das Zimmer sollte jedoch so konzipiert sein, dass es innert Sekunden in eine neue Szenerie verwandelt werden kann. Dies kann mit verschiedenen Lichteinstellungen untermalt werden. Allerdings sollte in jeder Szene das Zimmer von Cécile erkennbar sein.

Betreffend Kostüme kann es sehr einfach gehalten werden, oft reicht nur ein neues T-Shirt oder ein Schal etc. von einer Szene zur anderen.

 



 

Am stille Wasser

Art des Stücks:

Volksstück in drei Akten (Spieldauer rund 105 Minuten)

Autor:

Martin Willi

Aufführungsrechte:

Breuninger Verlag, Aarau - 062 824 42 34

Personen:

5 Herren / 5 Damen

Zeit:

Gegenwart, verfasst im Jahre 2003. Die Handlung spielt am Samstag, Sonntag und Mittwoch innerhalb einer Woche.

Ort der Handlung:

Auf dem Zelglihof, irgendwo in den Schweizer Bergen, in der Nähe eines Flusses.

Inhaltsangabe:

Der Zelglihof liegt idyllisch gelegen auf rund 1000 Metern über Meer in den Schweizer Bergen. Durch das Land des Zelglihofes fliesst der Fluss Lauen friedlich ins Tal. Hier lebt der Bauer Toni Affolter mit seiner Frau Barbara und seiner Tochter Rösli. Auch ein Knecht lebt und arbeitet auf dem Zelglihof, obwohl es sich die Affolters eigentlich gar nicht leisten könnten. Aber Knecht Alfred Schütz diente schon Tonis Vater und gehört zum Zelglihof wie der Fluss Lauen. In der ganzen Region nennt man den Zelglihof auch „Am stille Wasser“, weil der Lauen so still am Hof vorbeifliesst. Still und friedlich lebt es sich auf dem Zelglihof, bis zu dem Tag als diese Geschichte beginnt...

Eines Morgens machen Frau Gemeindeammann Ruth Kopp und Dr. Hans von Lippenhold, Ingenieur der kantonalen Wasserwerke, der Familie Affolter ihre Aufwartung. Die Gemeinde und die Wasserwerke planen einen Stausee, und dies ausgerechnet auf Grund und Boden von Toni Affolter. Dagegen wehren sich die Affolters, obwohl Tochter Rösli der Idee gar nicht so abgeneigt wäre. Könnte sie sich doch mit dem Geld für den Stausee endlich einmal hübsche Kleider und Schmuck kaufen. Denn Rösli hat ein Problem, sie liebt Robert Meienberger, Sohn des Tobias, Grossbauer auf dem Hornhof. Diesem gefällt es gar nicht, dass sich sein Sohn mit so einer billigen Bauerntochter abgibt. Die Affolters sind ihm sowieso schon lange ein Dorn im Auge. Schon seit Jahren stehen sich Affolters und Meienbergers feindselig gegenüber. Warum dies so ist, scheint keiner so genau zu wissen. Auf alle Fälle unternimmt Tobias Meienberger alles um das Stausee-Vorhaben zu unterstützen.

Die Geschichte spitzt sich zu, doch Klothilde, eine geheimnisvolle Frau, die weiter oben in den Bergen wohnt, stellt sich auf die Seite der Affolters. Was wiederum Tobias Meienberger gar nicht behagt, besonders da sich seine Tochter Anita so gut mit Klothilde versteht.

Ob der Stausee wohl realisiert wird? Hat die Liebe von Rösli und Robert eine Zukunft? Wer ist die geheimnisvolle Klothilde und warum hat Meienberger solche Angst vor ihr? Was weiss der Knecht Alfred über die Frau Gemeindeammann, was sie verheimlichen will? Fragen über Fragen... Das Theater „Am stille Wasser“ wird bis zum überraschenden Ende keine unbeantwortet lassen.

Bühnenbild:

1. Akt: Bauernstube auf dem Zelglihof. Drei Türen - eine nach links in die Schlafzimmer, eine nach rechts in die Küche und eine nach hinten als Ausgang. Fenster nach hinten mit Sicht in die Berge. Tisch mit vier Stühlen muss vorhanden sein.

2./3. Akt: Platz vor dem Zelglihof. Links das Wohnhaus, rechts der Stall, beide Gebäude müssen zugänglich sein. Hinten die Berge, auf dem Hofplatz befindet sich ein Brunnen, sowie eine Bank mit einem Tisch. Abgang hinten links in die Berge, hinten rechts ins Dorf.





Aninas Sehnsucht

Art des Stücks:

Heiteres Theaterstück in fünf Akten (Spieldauer rund 115 Minuten)

Autor:

Martin Willi (Dieses Stück ist die schriftdeutsche Fassung des Originals „Bistro Anina“)

Aufführungsrechte:

CANTUS Verlag, Batschenhoferstrasse 37, D-73569 Eschach

Personen:

4 Herren / 5 Damen

Zeit:

Gegenwart, verfasst im Jahre 2008. Der erste und zweite Akt spielen an einem Samstag, der dritte Akt eine Woche später, der vierte Akt wieder eine Woche später und der fünfte Akt ein halbes Jahr später.

Ort der Handlung:

1./2./4./5. Akt: Gartenrestaurant des Bistros Anina / 3. Akt: Waldlichtung / Die Handlung spielt in einem kleinen verträumten Dorf, am „Ende der Welt“, wo Jeder noch Jeden kennt.

Inhaltsangabe:

Seit dem Tode ihres Mannes betreibt Yvette Affentranger das kleine gemütliche Bistro Anina in eigener Regie. Das Bistro hat die Familie Affentranger nach der Geburt ihrer älteren Tochter Anina erworben und deshalb so benannt.

Die Handlung des Stückes beginnt, als Anina nach ihrer Ausbildung wieder ins Dorf zurückkehrt und dort das Bistro übernehmen soll. Doch erstens hat sie dazu nur wenig Lust und zweitens fühlt sich ihre Schwester Claudia in die zweite Reihe zurückversetzt, denn eigentlich könnte sich Claudia viel eher als Wirtin vorstellen. Der Neid von Claudia nimmt zu, als sie spürt wie sehr sich die Männer durch Anina angezogen fühlen. Besonders der unscheinbare Mario Winter entdeckt in der unbekümmerten und bildhübschen Anina seine grosse Liebe, obwohl er bereits verheiratet ist. Anina ist hin- und hergerissen zwischen ihren Gefühlen. Soll sie sich für die Führung des Bistros entscheiden und damit ihre Schwester vor den Kopf stossen oder soll sie mit ihrer Freundin Sandra auf eine grosse Weltreise gehen? Soll sie sich für den verheirateten Mario entscheiden und damit das Glück seiner Frau zerstören?

Die zum Teil melodramatische Handlung wird durch viele humorvolle Szenen und Personen aufgeheitert. So durch den Lebenspartner von Yvette, durch Kurt Peterhans, der sich mit allen möglichen und unmöglichen Erfindungen herumschlägt. Aber auch durch den unscheinbaren Peter, der mit Anina in die Schule gegangen ist und der von den Anderen als tollpatschig angesehen wird, obwohl er es eigentlich gar nicht ist. Und da wäre noch der arrogante und eitle Selbstdarsteller Daniel Friedli, seines Zeichens Gemüseproduzent, der sich bereits als Gemeinderat sieht, obwohl er längst im Geheimen als „GW(Grössenwahn)-Dani“ bekannt ist.

Dem Publikum wird eine spannende und realitätsnahe Geschichte erzählt, deren Handlung und Ende nur schwer voraussehbar sind. Eine Geschichte voller Hoffnungen und Enttäuschungen und doch mit sehr viel Liebe und Humor.

Bühnenbild:

Beim Gartenrestaurant werden einige Tische und Stühle benötigt, sowie Auf- und Abgänge ins Bistro (links) und auf die Strasse (rechts).

Die Waldlichtung kann mit einigen einzelnen Bäumen und Sträuchern angedeutet werden. In der Mitte befinden sich mehrere Tische und Holzbänke, sowie ein Grillplatz. Auf- und Abgänge nach Bedarf und Anweisungen der Regie.




 

Aug um Aug - Mord um Mord

Art des Stücks:

Kriminalthriller in zwei Akten (Spieldauer rund 110 Minuten)

Autor:

Wolfgang Binder, Schweizerdeutsche Bearbeitung: Martin Willi

Aufführungsrechte:

Theaterverlag Kaliolabusto, Messen - 079 630 76 12

Personen:

1 Herr / 4 Damen

Zeit:

Gegenwart, bearbeitet und übersetzt im Jahre 2008. Es ist Ende Winter, bald schon Frühling, zu Beginn ist es früher Abend, etwa 19.30 Uhr.

Ort der Handlung:

Keller eines verlassenen Bauernhofs, der eventuell im Emmental oder Jura liegen könnte.

Inhaltsangabe:

Das alte Sprichwort „Auge um Auge, Zahn um Zahn“ nehmen vier von Männern gedemütigte und vergewaltigte Frauen wörtlich und wollen sich am so genannten starken Geschlecht rächen. Offensichtliche Anführerin der Frauen ist Karin Aebersold, die kaum einen Riss in ihrer perfekten Maske zulässt. Die weiteren Frauen sind die Ex-Alkoholikerin Maria Speiser, die taffe Jessica Nydegger und Alexandra Meyer, oft auch Lexi genannt, deren Nerven nicht so stark sind wie sie für dieses Vorhaben sein sollten.

Als Theatergruppe getarnt sucht das weibliche Quartett über Kleinanzeigen männliche Mitspieler. Auf ein solches Inserat hin meldet sich Thomas Pfiffner. Die Proben finden in einem kalten Keller eines längst verlassenen Bauernhofs statt, was Thomas mehr als merkwürdig vorkommt. Was haben Karin, Alexandra, Maria und Jessica mit ihm vor? Und was geschah mit den Vorgängern von Thomas, die spurlos verschwunden sind?

Das Damenkränzchen entpuppt sich als äusserst gefährlich und Thomas muss schon bald um sein Leben zittern. Er versucht die vier Frauen gegeneinander aufzubringen, was zu einem verwirrenden und spannenden Katz- und Maus-Spiel mit wechselnden Opferrollen führt. Das Ende ist nur schwer voraussehbar, werden die Frauen ihr Ziel erreichen, oder gelingt es Thomas sie zu überlisten?

Bühnenbild:

Die Einrichtung des nicht sehr einladenden Kellers besteht aus einem halben Dutzend Stühlen, einem Holztisch und einem Sofa, alles älteres einfachstes Mobiliar. Rechts befindet sich die Eingangstüre, daneben ein Lichtschalter. An der hinteren Wand sind zwei Kellerfenster. Links steht ein kleiner Elektroofen, der an einer Steckdose angeschlossen ist.

 

 

 

 

Aurelia

Art des Stücks:

Kriminalkomödie in zwei Akten (Spieldauer rund 135 Minuten)

Autor:

Robert Thomas, Nach dem Roman und in Zusammenarbeit mit Jean Pierre Ferrière, Deutsch von Christian Wölffer, Schweizerdeutsche Bearbeitung: Martin Willi

Aufführungsrechte:

AHN & SIMROCK Bühnen- und Musikverlag GmbH, Deichstrasse 9, D-20459 Hamburg

Personen:

2 Herren / 4 Damen

Zeit:

Die Uraufführung dieser Kriminalkomödie fand im Januar 1973 statt, die Handlung spielt daher auch in diesem Jahr.

Ort der Handlung:

Vorort einer Kleinstadt in Frankreich.

Inhaltsangabe:

Nach Geldquerelen hat Denis vor Jahren das Haus der Erbtante Patricia verlassen, mit er sich vor seiner Abreise noch heftig zerstritt. Inzwischen hat er in Dakar Aurelia geheiratet und ist Besitzer einer grossen Plantage geworden. In einem Brief kündigt das Paar seinen Besuch an. Die Tante ist darüber wenig erfreut. Ganz anders als die junge Isabelle, deren grosse Liebe Denis war. Ihre Enttäuschung darüber, dass Aurelia allein erscheint, schlägt rasch in kritiklose Bewunderung in ihre Nachfolgerin um. Aurelia dagegen hegt finstere Pläne…

Bühnenbild:

Der verspielte Salon von Madame Patricia Chalamont, altmodische aber charmante und gemütliche Atmosphäre im Biedermeierstil. Mehrere Bilder an der Wand und diverse Nippes auf der ganzen Bühne. Auf der Bühne gibt es einen grossen Sessel, einen runden Tisch mit einigen Stühlen, eine Garderobe und ein Handarbeitstischchen.

Rechts eine grosse Glasveranda, die gleichzeitig Diele ist und in einen Garten und zur Eingangstür führt. Links hinten geht es in die Räume des ersten Stockwerks, die Treppe ist nicht zu sehen oder wird nur angedeutet. Hinten rechts geht es in die Küche und das Esszimmer.



 

 

Au Verwandti sind nur Mänsche

Art des Stücks:

Komödie in drei Akten (Spieldauer rund 125 Minuten)

Autor:

Erich Kästner (Originaltitel: „Verwandte sind auch Menschen“), schweizerdeutsche Bearbeitung durch Martin Willi

Aufführungsrechte:

Theaterverlag Marabu, Zürich - 044 382 24 27

Personen:

7 Herren / 6 Damen / 3 Kinder

Zeit:

Gegenwart, Bearbeitung des Stücks im Jahre 2001

Ort der Handlung:

Landhaus von Stefan Schmidhauser, irgendwo in der Schweiz

Inhaltsangabe:

Verwandtschaftsbeziehungen werden auf humorvolle, fast schon ironisch-satirische Art und Weise dargestellt. Stefan Schmidhauser ist vor über 40 Jahren bei einer Erbschaft von seinen Verwandten betrogen worden und ist in die USA ausgewandert. Dort hat er sein Glück gemacht und ist zum Multimillionär geworden. Den Kontakt zu seinen Verwandten hat er schon längst abgebrochen, für ihn sind Verwandte sowieso alles nur Monster und keine Menschen, und alle wollen nur das eine, sein Geld. Um sich für die Bosheiten seiner Verwandten zu rächen, greift er zu einer List: Er täuscht seinen eigenen Tod vor und lässt seine Verwandtschaft, von denen sich die meisten ebenfalls fremd sind, in sein Landhaus in der Schweiz kommen. Alle sind gespannt auf die Testamentseröffnung und spekulieren bereits auf ein riesiges Vermögen, doch die Ernüchterung kommt bald. Der beauftragte Anwalt verliest das Testament des angeblich Verstorbenen, in dem er seinen Diener zum Universalerben einsetzt und zudem alle Verwandten bittet, vier Tage in Frieden und Liebe zusammen im Landhaus zu leben, bevor ein weiterer Brief verlesen wird.

Der so genannte Diener ist aber Stefan Schmidhauser selbst und er möchte in diesen vier Tagen seine Theorie von der Schlechtigkeit der Verwandtschaft bestätigt bekommen. Je länger, je mehr, entpuppen sich seine Verwandten aber alles als lauter nette Menschen. Ein weiteres Problem ist ein Journalist, der sich unter einem falschen Namen in die Gesellschaft geschummelt hat, und der nun mit einer Reportage über die Geschehnisse im Landhaus berühmt werden will. Ein übereifriger Möchtegern-Detektiv unter der Verwandtschaft glaubt sogar, dass der vermeintliche Diener den „Verstorbenen“ umgebracht hat um an sein Geld zu kommen und schaltet die Polizei ein. Um allen Verwirrungen und Problemen ein Ende zu setzen, fordert Schmidhauser seinen Anwalt nun auf, ihm seinen zweiten Brief wieder zurückzugeben. Aber dieser ist verschwunden, gestohlen vom Journalisten.

Dem Verstorbenen, alias dem Diener, ist dies alles zu viel und er flüchtet. Nun sehen sich die Verwandten gezwungen, selbst für ihr tägliches Wohl zu sorgen, und siehe da: die 13 in ihren Charakteren so unterschiedlichen Personen, freunden sich immer mehr an und werden zu einer richtigen Familie. Dem angeblich verstorbenen Millionär bleibt schlussendlich nichts anderes übrig, als sich zu erkennen zu geben. So kommt es zu einem glücklichen Ende und der Millionär kommt zur Erkenntnis, dass auch Verwandte nur Menschen und keine Monster sind.

Bühnenbild:

Salon: Links ist eine Türe, die zur Diele und zum Hauseingang führt. Hinten eine grosse Glastüre, die auf die Veranda und von dort in den Garten führt. Auf der Veranda befinden sich Liegestühle und Terrassenmöbel. Rechts führt eine solide und mächtige Treppe in die oberen Stockwerke. Auf einer Konsole, die das Geländer am Fussende der Treppe abschliesst, steht eine marmorne Büste. Rechts führt eine Tür in die Küche. Zur Einrichtung: Links eine Büchernische, davor ein kleiner Tisch mit Sesseln und Sofa. Rechts befindet sich ein grosser Esstisch mit vielen Stühlen.



 

 

Bevor der Tag sich neigt

Art des Stücks:

Kriminalstück in zwei Akten (Spieldauer rund 85 Minuten)

Autor:

Martin Willi

Aufführungsrechte:

Theaterverlag Kaliolabusto, Messen - 079 630 76 12

Personen:

2 Herren / 4 Damen

Zeit:

Gegenwart, verfasst im Jahre 2011. Die Handlung spielt innerhalb von wenigen Stunden an einem heissen Sommertag.

Ort der Handlung:

Die kleine Dachwohnung von Moritz Bircher in der Altstadt einer mittelgrossen Schweizer Stadt.

Inhaltsangabe:

Moritz Bircher ist ein Kunstmaler, der sich mehr schlecht als recht durchs Leben schlägt. Er steckt, wie man so schön sagt, in einer Midlife Crisis, er befindet sich auf der Suche nach dem Sinn des Lebens. An diesem Morgen startet Moritz den Tag so wie immer, mit einem Glas Rotwein, das ihm zur Inspiration und Verbesserung der Gemütslage dienen soll. Doch dieser Tag, der so gewöhnlich wie sonst beginnt, wird das Leben von Moritz so gründlich auf den Kopf stellen.

Es beginnt mit einem geheimnisvollen Aktenkoffer, den die Nachbarin Marlene Obrist bei Moritz abgibt. Schon bald ahnt Moritz, dass mit diesem Aktenkoffer etwas nicht in Ordnung ist. Mehrere mysteriöse Telefonanrufe bekräftigen ihn in dieser Ansicht.

Bühnenbild:

Das Wohnzimmer von Moritz ist zugleich Küche und Atelier. Auf der linken Seite steht eine Staffelei mit Farben und weiteren Malutensilien. Davor steht ein kleines Podest mit Stuhl. Hinten ist eine kleine Kochnische, dort sind auch allerhand Weinflaschen zu sehen, leere wie auch volle. Ebenso sind drei kleine Hocker mit einem Tischchen auf der Bühne. Allgemein herrscht ein ziemliches Durcheinander im Wohnzimmer, denn hier lebt ein Künstler, kreativ und chaotisch. Links ist ein Abgang ins Schlafzimmer und Bad, rechts befindet sich der Ein- und Ausgang.




 

Bistro Anina

Art des Stücks:

Heiteres Stück in vier Akten (Spieldauer rund 100 Minuten)

Autor:

Martin Willi

Aufführungsrechte:

Breuninger Verlag, Aarau - 062 824 42 34

Personen:

4 Herren / 5 Damen

Zeit:

Gegenwart, verfasst im Jahre 2000

Ort der Handlung:

1., 3. und 4. Akt - Gartenrestaurant des Bistros Anina / 2. Akt - Waldlichtung / Die Handlung spielt in einem kleinen verträumten Dorf, am „Ende der Welt“, wo Jeder noch Jeden kennt

Inhaltsangabe:

Seit dem Tod ihres Mannes betreibt Yvette Affentranger das kleine gemütliche Bistro Anina in eigener Regie. Das Bistro hat die Familie Affentranger nach der Geburt ihrer älteren Tochter Anina erworben und deshalb so benannt.

Die Handlung des Stückes beginnt, als Anina nach ihrer Ausbildung wieder ins Dorf zurückkehrt und dort das Bistro übernehmen soll. Doch erstens hat sie dazu nur wenig Lust und zweitens fühlt sich ihre Schwester Claudia in die zweite Reihe zurückversetzt, denn eigentlich könnte sich Claudia viel eher als Wirtin vorstellen. Der Neid von Claudia nimmt zu, als sie spürt wie sehr sich die Männer von Anina angezogen fühlen. Besonders der unscheinbare Mario Winter entdeckt in der unbekümmerten und bildhübschen Anina seine grosse Liebe, obwohl er bereits verheiratet ist. Anina ist hin- und hergerissen zwischen ihren Gefühlen. Soll sie sich für die Führung des Bistros entscheiden und damit ihre Schwester vor den Kopf stossen oder soll sie mit ihrer Freundin Sandra auf eine grosse Weltreise gehen? Soll sie sich für den verheirateten Mario entscheiden und damit das Glück seiner Frau zerstören?

Die melodramatische Handlung wird durch viele humorvolle Szenen und Personen aufgeheitert. So durch den Lebenspartner von Yvette, durch Kurt Peterhans, der sich mit allen möglichen und unmöglichen Erfindungen herumschlägt. Aber auch durch den unauffälligen Peter, der mit Anina in die Schule gegangen ist und der von den Anderen als tollpatschig angesehen wird, obwohl er es (vielleicht) gar nicht ist. Und da wäre noch der arrogante und eitle Selbstdarsteller Daniel Friedli, seines Zeichens Gemüseproduzent, der sich bereits als Gemeinderat sieht, obwohl er schon längst im geheimen als „GW (Grössenwahn) - Dani“ bekannt ist.

Dem Publikum wird eine spannende und realitätsnahe Geschichte erzählt. Eine Geschichte voller Hoffnungen und Enttäuschungen und doch mit sehr viel Liebe und Humor.

Bühnenbild:

Beim Gartenrestaurant werden einige Tische und Stühle benötigt, sowie Auf- und Abgänge ins Bistro (links) und auf die Strasse (rechts).

Die Waldlichtung kann mit einigen einzelnen Bäumen und Sträuchern angedeutet werden. In der Mitte befinden sich mehrere Tische und Holzbänke, sowie ein Grillplatz. Auf- und Abgänge nach Bedarf und Anweisungen der Regie.

 

 

 

 

Blumen für eine Blinde

Art des Stücks:

Psychothriller in zwei Akten (Spieldauer rund 105 Minuten)

Autor:

Carl Slotboom, aus dem Holländischen übersetzt von Heike Quandt, Schweizerdeutsche Bearbeitung: Martin Willi (Originaltitel: „Bloemen voor en blinde“)

Aufführungsrechte:

Plausus Theaterverlag, Kasernenstrasse 56, D-53111 Bonn

Personen:

1 Herr / 3 Damen

Zeit:

Gegenwart, Bearbeitung im Jahre 2004

Die Handlung spielt innerhalb von wenigen Stunden an einem Frühlingstag.

Ort der Handlung:

Die Handlung spielt im einfach möblierten Wohnzimmer von Helen Wilson in einer mittelgrossen Schweizer Stadt.

Inhaltsangabe:

An einem schönen Frühlingstag klingelt bei der berühmten blinden Schriftstellerin Helen Wilson das Telefon. Der Mann am anderen Ende des Telefons scheint falsch verbunden zu sein. Er meldet sich an diesem Tag noch ein paar mal. Als es Abend geworden ist, steht er plötzlich mit einem Strauss Blumen in der Wohnung. Helen zeigt sich von seinem Besuch nicht besonders angetan und fordert ihn auf, zu gehen. Davon möchte er aber nichts wissen. Bald spürt sie, dass der Mann offensichtlich geistesgestört ist. Was will der Mann von ihr? Will er ihr Geld oder trachtet er gar nach ihrem Leben? Oder ist er etwa ein Triebtäter? Was hat er mit dem Dienstmädchen Karin getan?... Es folgt ein langer mysteriöser Abend voller Angst und Schrecken.

Das Stück lebt von seiner spannenden Handlung, die dem Zuschauer bestimmt Gänsehaut entlocken wird. Für die Schauspieler eine darstellerische Herausforderung, besonders natürlich für die Schauspielerin, die Helen Wilson verkörpern wird und deren Gegenpol, den geistesgestörten Michael.

Bühnenbild:

Links ein Fenster und die Eingangstüre. Rechts vorne eine Türe zu Küche und Schlafzimmer. Rechts hinten eine offen stehende Türe in den Garten. Radio und Telefon müssen vorhanden sein. Etwa in der Bühnenmitte steht ein Tisch mit zwei Stühlen. Im Hintergrund befindet sich ein Regal mit Bar, sowie ein Sofa. Neben dem Sofa hängt eine Klingelkordel.



 

 

Bösi Geischter

Art des Stücks:

Lustspiel in einem Akt (Spieldauer rund 50 Minuten)

Autor:

Martin Willi

Aufführungsrechte:

Theaterverlag Kaliolabusto, Messen - 079 630 76 12

Personen:

3 Herren / 3 Damen

Zeit:

Gegenwart, verfasst im Jahre 2004. Das Stück spielt an einem Samstag, beziehungsweise Sonntag, unterbrochen durch ein Blackout.

Ort der Handlung:

Im heruntergekommenen Schloss Hubertus irgendwo in der Schweiz.

Inhaltsangabe:

Das Schloss Hubertus präsentiert sich völlig heruntergekommen und nur noch selten verirren sich Touristen an diesen nicht sehr einladenden Ort. Der Eigentümerin Margrit Walter bleibt nichts anderes übrig, als ihren Besitz zu verkaufen, da sie längst nicht mehr für alle Reparaturen aufkommen kann. Dieses Vorhaben stösst aber auf Ablehnung beim Diener Hans, genannt Johnny. Er fürchtet, bei einem Verkauf, seinen friedlichen und geruhsamen Arbeitsplatz zu verlieren. Daher unternimmt er alles um die möglichen Käufer abzuwimmeln. Dies gelingt ihm auch bestens bis die Familie Von Bergen das Schloss erwerben will.

Fritz und Rosmarie von Bergen entpuppen sich als äusserst standhaft und lassen sich nicht durch die Schauermärchen von Johnny einschüchtern. So bleibt Johnny nichts anderes übrig, als sich zusammen mit seinem Freund Gustavo wieder mal als bösen Geist zu verkleiden, um Von Bergens abzuwimmeln. Mit rasselnden Ketten ziehen die beiden durch das Schloss, doch da trifft Gustavo von Bergens Tochter Sabrina und verliebt sich Hals über Kopf in sie.

Ob es Johnny dennoch gelingen wird, die Familie von Bergen zu vertreiben? Wird Margrit Walter ihr Schloss wirklich verkaufen können? Die turbulente Handlung spitzt sich zu, als plötzlich ein weiterer Geist auftaucht, der nun Johnny das Leben schwer macht.

Bühnenbild:

Salon des Schloss Hubertus, der sich in einem üblen Zustand befindet. An den Wänden hängen einige Bilder von ehemaligen Rittern, Fürsten etc. Im Salon befindet sich ein grosser Esstisch, sowie ein verstaubtes Sofa. Hinten ist der Haupteingang, rechts und links geht es in die Privaträume.



 

 

Bunbury

Art des Stücks:

Komödie in drei Akten (Spieldauer rund 120 Minuten)

Autor:

Oscar Wilde, schweizerdeutsche Bearbeitung durch den Theaterverein Staffeleggtal (inklusive Martin Willi)

Aufführungsrechte:

Breuninger Verlag, Aarau - 062 824 42 34

Personen:

3 Herren / 6 Damen

Zeit:

Zeitlos, Uraufführung 1895 in London, Bearbeitung im Jahre 2000

Ort der Handlung:

1. Akt - Algernon Moncrieffs Wohnung in der Half-Moon Street, London-West / 2. Akt - Garten des Manor House, Woolton, Hertfordshire / 3. Akt - Salon im Manor House, Woolton

Inhaltsangabe:

Mit Bunbury überwand Oscar Wilde die in früheren Komödien zu beobachtende störende Diskrepanz zwischen Melodrama und geistreicher Konversation. Dies tat er, indem er das dramatische Geschehen als amüsante Farce gestaltete und es auf diese Weise in vollkommenen Einklang brachte mit den durch Aperçus, Paradoxa und Witz brillierenden Dialogen.

In klassischer Komödientradition sind die Personen dieser „trivialen Komödie für ernsthafte Leute“ in Paaren gruppiert: Da ist der auf dem Lande wohnende Dandy John „Jack“ Worthing, der, um den Verpflichtungen seiner Umgebung von Zeit zu Zeit zu entrinnen, vortäuscht, seinen angeblichen Bruder Ernst in London zu besuchen, während er in Wirklichkeit unter diesem Namen dort der schlagfertigen Gwendolen Fairfax den Hof macht. Und dies mit Erfolg; denn, wie Gwendolen, die viktorianische Geisteshaltung ironisierend, sagt: „Wir leben in einem Zeitalter der Ideale. Und mein Ideal war es immer, jemanden zu lieben mit dem Namen Ernst. Der Name hat etwas, was absolutes Vertrauen erweckt.“

Jacks Spiegelbild ist sein Freund Algernon Moncrieff, der, um umgekehrt den gesellschaftlichen Verpflichtungen Londons zu entkommen, hin und wieder vorgibt, seinen auf dem Land wohnenden todkranken Freund Bunbury besuchen zu müssen. Unter diesem Vorwand gelingt es ihm, in Jacks Abwesenheit dessen geheim gehaltenen Landsitz aufzuspüren, wo er sich als Jacks Bruder Ernst ausgibt und sich sogleich mit Jacks Mündel Cecily Cardew verlobt, dem Ebenbild Gwendolens und mit der gleichen Vorliebe für den Namen Ernst.

Das Gegenstück zu diesen beiden fantasievollen Paaren sind Miss Prism, die blaustrümpfige Gouvernante Cecilys, und der schwülstige Priester Chasuble, die sich ebenfalls zueinander hingezogen fühlen. Die einzige „Solistin“ in diesem Ensemble ist Gwendolens Mutter und Algernons Tante Lady Bracknell, ein Hausdrache, die das Glück aller drei Paare zunichte zu machen droht, bis sich nach allerlei Irrungen und Wirrungen alles in Wohlgefallen auflöst und sich herausstellt, dass Jack und Algernon tatsächlich Brüder sind und Jack tatsächlich auf den Namen Ernst getauft ist, was, wie es ironisch heisst, noch einmal „die Wichtigkeit Ernst zu sein“, unterstreicht.

Bühnenbild:

Das Stück kann mit oder ohne Kulissen gespielt werden. Als Einrichtungsgegenstände wird folgendes benötigt: 1. Akt - Bücherregal, Salontisch mit drei Stühlen, ein Ohrensessel, ein Servierboy / 2. Akt - Podest mit einer Rosenpergola, darauf stehen drei verschnörkelte Gartenstühle und ein Gartentisch / 3. Akt - Tisch mit drei Stühlen und ein Bücherregal





Carolines Nacht der Nächte

Art des Stücks:

Gesellschaftsdrama in sechs Bildern (Spieldauer rund 100 Minuten)

Autor:

Martin Willi (Dieses Stück ist die schriftdeutsche Fassung des Originals „Die Nacht der Nächte“)

Aufführungsrechte:

CANTUS Verlag, Batschenhoferstrasse 37, D-73569 Eschach

Personen:

6 Herren / 7 Damen

Zeit:

Gegenwart, verfasst im Jahre 2003

Die Handlung spielt während einer Nacht innerhalb von wenigen Stunden. Nach dem dritten Bild ist eine Pause vorgesehen.

Ort der Handlung:

1./3./5. Bild - Nachtlokal „Johnnys Bar“ / 2. Bild - Zimmer von Caroline / 4. Bild - In einem Stadtpark / 6. Bild - In der Kirche

Inhaltsangabe:

Das Nachtlokal „Johnnys Bar“ in der Grossstadt München ist der Polizei schon lange ein Dorn im Auge. Bereits seit Jahren wird der Besitzer des Nachtlokals, Johnny Dobler, genannt „Die Ratte“, des Rauschgifthandels verdächtigt. Doch „die Ratte“, die als Ungekrönter König der Unterwelt gilt, war der Polizei bisher zu schlau. Erst als „die Ratte“ den Fehler begeht, sich die hübsche Caroline als Tänzerin und Drogenkurier zu angeln, kommt Inspektor Ammann dem dubiosen Dobler auf die Spur.

Doch ausgerechnet die bedeutungsvolle Nacht, in der Caroline „die Ratte“ ans Messer liefern soll, verläuft ganz anders als geplant. Schuld daran ist die Liebe, die in der Person von Franz Hugentobler in das Leben von Caroline tritt. Franz ist ein unzufriedener Bankangestellter, der von seiner Frau verlassen worden ist, und sich nun in „Johnnys Bar“ ein Vergnügen leisten will. Das Zusammentreffen von Caroline und Franz bringt die Pläne der Polizei durcheinander und die Nacht endet in einem Chaos.

Das Thema des Stücks ist aktueller denn je und dennoch zeitlos, gilt doch die Prostitution und somit der Handel mit Frauen als ältestes Gewerbe der Welt. Ebenso ist das Problem der Drogen allgegenwärtig und die Krankheit Aids wird hier dem Zuschauer ebenso ins Gewissen geführt, wie der oft hoffnungslose Kampf der Polizei gegen die Unterwelt. Bewusst wird auf ein Happyend verzichtet, der Zuschauer soll vielmehr das weitere mögliche Geschehen in seinem Kopf verarbeiten.

Bühnenbild:

Das Bühnenbild sollte mit möglichst wenigen Kulissen dargestellt werden. Es ist von Vorteil, die einzelnen Bilder nur anzudeuten, um so die Umbauten möglichst schnell vornehmen zu können. Als Hintergrund könnte beispielsweise ein schwarzer Vorhang oder eine schwarze Wand dienen. Beim Nachtlokal wird eine Theke und eine Tanzfläche benötigt sowie, je nach Platz, einige Tische und Stühle. Im Zimmer von Caroline muss ein Bett vorhanden sein. Im Stadtpark braucht es zwei Gartenbänke und Gebüsch. In der Kirche genügen ein paar Holzbänke, sowie ein angedeuteter Altar mit Kreuz. Grundsätzlich reichen für alle Bilder zwei Aufgänge (links und rechts).





Chilbi im Dorf

Art des Stücks:

Lustspiel in einem Akt (Spieldauer rund 45 Minuten)

Autor:

Martin Willi

Aufführungsrechte:

Theaterverlag Kaliolabusto, Messen - 079 630 76 12

Personen:

3 Herren / 5 Damen

Zeit:

Gegenwart, verfasst im Jahre 2004

Ort der Handlung:

Dorfplatz in einer kleinen Schweizer Ortschaft.

Inhaltsangabe:

Jeden Monat findet in ..... (Ort frei wählbar) ein Markt statt. Seit Jahr und Tag befinden sich die Marktstände von Jakob Hirschi, der sich als Billiger Jakob ausgibt, und von Eva Guntersweiler, die Damenkonfektion verkauft, nebeneinander. Jakob und Eva können sich auf den Tod nicht ausstehen und sie versuchen sich gegenseitig die Kundschaft abzuwerben. Evas Sohn Pascal, der in unmittelbarer Nähe die zum Markt gehörende Chilbi organisiert, hat indessen ganz andere Probleme. Er ist in die junge und hübsche Serviertochter Annemarie verliebt, die bei ihrer Tante Verena im Restaurant Ochsen arbeitet.

Die Liebschaft von Pascal und Annemarie stösst bei ihren Verwandten auf Ablehnung und so versuchen Eva und Verena alles um die Beiden auseinander zu bringen. Für Verwirrung sorgt das Dorforiginal Oscar, der immer dann auftaucht, wenn man ihn am wenigsten benötigt. Oscar verbündet sich mit dem jungen Liebespaar, denn er hat noch eine Rechnung offen mit Eva und Verena.

So kommt es immer wieder zu verwirrenden Situationen, die durch die beiden Dorffrauen Silvia und Susanna noch kurioser werden. Silvia und Susanna, bekannt als Klatschtanten des Dorfes, erzählen einmal dies und einmal das und beschwören damit immer mehr Seltsames und Überraschendes.

Bühnenbild:

Auf der linken Seite das Restaurant Ochsen mit Gartenwirtschaft, rechts nach hinten auf die Strasse zwei Marktstände als Andeutung des monatlichen Marktes.





Das cha doch kei Sünd sii

Art des Stücks:

Lustspiel in einem Akt (Spieldauer rund 40 Minuten)

Autor:

Martin Willi

Aufführungsrechte:

Breuninger Verlag, Aarau - 062 824 42 34

Personen:

3 Herren / 4 Damen

Zeit:

Gegenwart, verfasst im Jahre 2011. Am Morgen eines schönen Herbsttages nach der Feriensaison.

Ort der Handlung:

Vor der Berghütte auf dem Ritzhorn, irgendwo in den Schweizer Bergen.

Inhaltsangabe:

Die Berghütte auf dem Ritzhorn ist Ausgangspunkt der Handlung. Während des Sommers leben hier Hanspi und Dorli Reimann. Hanspi hat ein Hobbie, das seiner Frau schon lange ein Dorn im Auge ist, nämlich das Jagen. Obwohl dies ja verboten ist. Immer wieder gibt es deshalb Konflikte mit der Jagdaufsicht und der Dorfbehörde. Aber Hanspi meint, was man gerne macht, das könne doch keine Sünde sein. Doch gemäss Gemeindeammann Franz Pfister ist das Mass jetzt voll.

Ganz einem anderen Hobbie frönt der charmante Bergführer Toni, er geht auch auf die Jagd, allerdings sind hübsche Frauen seine Beute. Im Moment hat er es auf die Touristin Cécile und auf Hanspis Tochter Hanny abgesehen. Sein Motto ist wie dasjenige von Hanspi - was man gerne macht das kann doch keine Sünde sein…

Bühnenbild:

Links steht die Berghütte mit mindestens einem Fenster. Vor der Hütte etwa zwei bis drei kleine Tische mit Stühlen. Auf der Bühne befinden sich ein Spaltstock mit Axt und Holz zum Spalten. Im Hintergrund Bergwelt, nach hinten geht es auf den Gipfel und zum See. Rechts geht es hinunter ins Tal und zum Dorf.

 

 

 

 

De ganz normali Wahnsinn

Art des Stücks:

Satire in acht Bildern (Spieldauer rund 100 Minuten)

Autor:

Martin Willi

Aufführungsrechte:

Theaterverlag Marabu, Zürich - 044 382 24 27

Personen:

4 Herren / 4 Damen / 3 Gespenster (Die Gespenster können sowohl von Männern wie auch von Frauen dargestellt werden.)

Zeit:

Gegenwart, Uraufführung 1999

Ort der Handlung:

1. und 8. Bild - Verpackungsraum der Firma Kusto AG / 2., 5. und 7. Bild - Untersuchungszimmer bei Dr. Krause / 3. und 6. Bild - Krankenzimmer von Kuno / 4. Bild - Krankenzimmer von Sybille

Inhaltsangabe:

Kuno ist ein einfacher Betriebsarbeiter in einer Kunststofffabrik, der Kusto AG. Dort ist er in der Verpackungsabteilung tätig und steht unter der Aufsicht seiner dominanten Chefin Renata Müller, die er Big Boss nennt. Er ist wie so viele Arbeiter in der heutigen Zeit, überlastet und gestresst. Dieser Stress führt bei Kuno zu „Anfällen“.

Nach einem solchen „Anfall“ wird er vorsorglicherweise ins gelbe Haus der Normalität überführt. Im gelben Haus fällt Kuno in die Hände von Doktor Hieronymus Krause, Schwester Kunigunde Hauser und Pfleger Billi Keller. Schon bald bemerkt Kuno, dass er eigentlich gar nicht verrückter als der Arzt und dessen Personal ist. Doch Kuno wird dennoch in die „Gummizelle“ verfrachtet, wo er dem wirklichen Wahnsinn immer näher kommt. In der Klinik macht er die Bekanntschaft mit der hübschen Patientin Sybille, die sich für die längst verstorbene Kaiserin „Sissi“ hält. Sybille und Kuno verlieben sich ineinander und schmieden einen Plan, um aus der Irrenanstalt zu fliehen. Dies gelingt dem Paar dank der Hilfe von drei Gespenstern, die die Krankheit „Nervstrittis“ verkörpern, und gleichzeitig das Innere Ich von Kuno darstellen.

Dieses zum Teil gesellschaftskritische Stück stellt auf satirische Art und Weise den „Ganz normalen Wahnsinn“ dar, wie er eigentlich alltäglich ist. Das Publikum soll zum Mitdenken angeregt werden und sich mitunter auch selbst hinterfragen. Unser heutiges Streben nach dem Perfektionismus, dem tadellos „Funktionieren“ eines jeden einzelnen Menschen wird in Frage gestellt. Trotz aller Thematik soll der Humor nicht zu kurz kommen.

Bühnenbild:

Das Stück soll mit möglichst wenig Kulissen und Einrichtungsgegenständen auskommen. Daher können die Umbauten der einzelnen Bilder auch schnell vollzogen werden. Bei allen Bildern kann zum Beispiel mit drei Wänden gearbeitet werden, hinter denen sich die drei Gespenster jeweils verbergen. Diese Wände dienen als Verpackungsraum, Untersuchungszimmer und Krankenzimmer. Natürlich können die Bilder auch mit herkömmlichen Kulissen dargestellt werden. Hier sind der Regie keine Grenzen gesetzt. Beim Untersuchungszimmer von Dr. Krause wird ein Sofa und ein Skelett benötigt. Für die beiden Krankenzimmer braucht es je ein Krankenbett, das jedoch für beide Bilder verwendbar ist.





De grossartig Hannibal

Art des Stücks:

Lustspiel in zwei Akten (Spieldauer rund 65 Minuten)

Autor:

Martin Willi

Aufführungsrechte:

Breuninger Verlag, Aarau - 062 824 42 34

Personen:

3 Herren / 4 Damen

Zeit:

Gegenwart

Ort der Handlung:

im Büro der Architektin Roswitha Meili

Inhaltsangabe:

Roswitha Meili, eine junge Geschäftsfrau, hat sich vor einigen Monaten selbständig gemacht und ein Architekturbüro eröffnet. Unterstützt wird sie dabei von ihrer Jugendfreundin Klara Spyri, die als Sekretärin amtet, und der Raumpflegerin Barbara Weibel, die als „gute Fee“ des Hauses gilt. Doch die Geschäfte laufen alles andere als wunschgemäss. Besonders dem Grossindustriellen Franz Suter und dem Börsenmakler Konrad Flückiger ist Roswitha Meili ein Dorn im Auge und darum unternehmen sie alles um ihre Geschäfte zu boykottieren. Auch Stadtpräsident Fritz Weber ist ihr wenig behilflich. Webers Ansichten über die Frauen sind klar, für ihn gehören Frauen immer noch an den Herd und nicht in die Geschäftswelt der Männer.

In der Not erfindet Roswitha Meili eine imaginäre Person, den Architekten Hannibal Schmidlin, der nun als Partner im Büro Einzug hält. Plötzlich zeigen sich die Kunden interessiert an den Plänen von Roswitha Meili, die ihre eigenen Ideen als diejenigen von Hannibal Schmidlin präsentiert. In der Öffentlichkeit wird die erfundene Person schon bald als der „grossartige Hannibal“ bekannt. Immer mehr drängen die neuen Kunden darauf, den Stararchitekten persönlich kennen zu lernen und so bleibt Roswitha nichts anderes übrig, als selbst in die Haut von Hannibal zu schlüpfen und sich als Mann auszugeben. Dies führt zu allerhand Verwirrungen und kuriosen Handlungen. Besonders da sich das Fotomodell Jacqueline Schmid stark für Hannibal interessiert.

Bühnenbild:

Büro von Roswitha Meili, die als Architektin tätig ist, irgendwo in einer Schweizer Grossstadt. Auf der linken Seite steht der Schreibtisch der Sekretärin, auf der rechten Seite derjenige von Roswitha Meili. Ebenfalls auf der rechten Seite befindet sich eine Polstergruppe oder ein Sofa, am besten an der Rückwand. Die Kulisse sollte drei Türen aufweisen. Die linke Türe führt in die Archivräume, die rechte Türe in die Privaträume von Roswitha Meili und die hintere Türe dient als Ein- und Ausgang. Einrichtung nach Gutdünken der Regie (zwei Computer und zwei Telefone sind notwendig).

 



 

De Güggel-Chrieg

Art des Stücks:

Lustspiel in zwei Akten (Spieldauer rund 110 Minuten)

Autor:

Ulla Kling, Neubearbeitung durch Martin Willi

Aufführungsrechte:

Breuninger Verlag, Aarau - 062 824 42 34

Personen:

4 Herren / 7 Damen

Zeit:

Gegenwart, verfasst 1982, Neubearbeitung 2003

Ort der Handlung:

Die Handlung spielt zwischen den Häusern der Familien Müller und Schmid in Sisseln. Sie kann aber ebenso gut an eine andere Ortschaft angepasst werden.

Inhaltsangabe:

Die Familien Müller und Schmid leben schon seit vielen Jahren als Nachbarn in Sisseln. Doch aus der einstigen Freundschaft ist Neid, Hass und Streit geworden. Schuld daran ist Heidi Müllers Hahn Kolumbus. Denn immer wenn es Mitternacht schlägt kräht der Hahn, er kräht nicht auf dem Mist, sondern im Stall, doch dies so laut und krächzend, dass Anna Schmid nicht mehr schlafen kann. Das ist kein Wunder, denn der Stall ist nur acht Meter von Annas Schlafzimmer entfernt. Dieses Problem spitzt sich immer mehr zu und ist bereits zum Dorfgespräch Nummer eins geworden.

Ganz Sisseln steht buchstäblich Kopf und die beiden streitbaren Frauen würden sich am liebsten Gift geben! Hahn Kolumbus stört jedoch nicht nur die Schlafenden, er sorgt auch dafür, dass Heidis Töchter Christa und Vroni sich pünktlich von ihren Liebhabern Franz und Thomas trennen. Doch Heidi ahnt, ebenso wie ihre Mutter Lina, nichts von den Liebschaften ihrer zwei Töchter. Maria, die jüngste der drei Geschwister, würde der Mutter ja so gerne alles erzählen, aber immer wird sie von den zwei älteren daran gehindert.

Das Schicksal nimmt seinen Lauf: Anna klagt Heidi wegen Nachtruhestörung ein. Mehr noch, sogar der Tierschutz wird eingeschaltet, denn was soll ein Hahn ohne Henne. Für Anna ist dies auch der Grund für das nächtliche Schreien: Entzugserscheinung! Da Xaver Schmid von seiner Angetrauten keine Omelette bekommt, weil diese zu sehr unter dem Krähen leidet, geht er halt, nur im Nachthemd, zur Nachbarin. Das ist zu viel für Anna, das ist ein Scheidungsgrund. So muss der geplagte Xaver von nun an im Stall bei Kolumbus übernachten. Auch die Liebschaften der Müller-Töchter drohen ob dem „Güggelchrieg“ in die Brüche zu gehen. Um Kolumbus vor dem Todesurteil zu retten, wird eigens der Tierpsychologe Markus Knöpfli beauftragt, den Hahn zu untersuchen. Knöpfli verliebt sich in Maria und stellt bei der Untersuchung des kuriosen Hahns eine verblüffende Diagnose, von der auch die Bezirksrichterin Von Allmen überrascht ist.

Doch ob dies Kolumbus am Leben erhält? Werden die beiden streitbaren Frauen wieder Frieden schliessen? Kommen die Liebschaften der Müller-Töchter wieder ins Lot? Fragen über Fragen, die das turbulente Lustspiel erst am Schluss auflösen wird...

Bühnenbild:

Links steht das Haus (mindestens drei Fenster) der Familie Müller mit angedeutetem Hühnerhof und Tisch mit zwei Bänken vor dem Haus. Rechts befindet sich das Haus der Familie Schmid. Zwischen den Häusern steht eine Strassenlaterne. Nach hinten geht es auf einer Strasse ins Dorf.



 

 

De HHüratsvermittler isch da

Art des Stücks:

Lustspiel in zwei Akten (Spieldauer rund 70 Minuten)

Autor:

Martin Willi

Aufführungsrechte:

Theaterverlag Kaliolabusto, Messen - 079 630 76 12

Personen:

4 Herren / 4 Damen

Zeit:

Gegenwart, verfasst 2004. Die Handlung spielt im Sommer, der zweite Akt rund zehn Tage nach dem ersten Akt.

Ort der Handlung:

Auf dem Dornhof, irgendwo abgelegen in der Schweizer Bergwelt.

Inhaltsangabe:

Agnes Plattner lebt seit ihrer Geburt auf dem Dornhof, der sich abgelegen in der Schweizer Bergwelt befindet. Mit ihr bewohnen und bewirtschaften ihre drei Töchter Rita, Isabelle und Vreneli den Hof. Doch dies soll nun ein Ende haben. Ohne Wissen der Töchter will Mutter Agnes die drei jungen Frauen an den Mann bringen, das heisst, sie sollen verheiratet werden. Dazu nimmt sie Kontakt auf mit einer Partnervermittlung. Deren Chef David Studer kommt gleich persönlich auf dem Hof vorbei um sich von den drei Damen ein Bild zu machen.

Und hier beginnt schon das erste Problem. Denn David gefällt die resolute Agnes so gut, dass er sich Hals über Kopf in sie verliebt. Doch davon will Agnes nun wirklich nichts wissen. Ein Mann hätte ihr gerade noch gefehlt und David muss nicht nur seelische, sondern auch körperliche Hiebe einstecken.

Schon bald geben sich die Heiratskandidaten auf dem Dornhof buchstäblich die Klinke in die Hand um bei den jungen Damen vorstellig zu werden. Da ist der Kaufmann Hanspeter Wüthrich, der aus dem Hof am liebsten ein Erstklass-Hotel machen will. Des weiteren der Mechaniker Engelbert Thommen, der zwar ganz geschickt mit Motoren umgehen kann, aber immer einen Tick bekommt, wenn ihm eine Frau gefällt. Als dritter Kandidat tritt der junge Metzgerlehrling Rainer Frey auf, der am liebsten gleich alle drei Töchter heiraten möchte..

Ob die drei Töchter zu ihrem Glück finden? Wird Mutter Agnes schwach werden und den Betörungen Davids erlegen? Der humorvolle Zweiakter, gespickt mit vielen Pointen, wird die Fragen beantworten.

Bühnenbild:

Einfach und gemütlich eingerichtete Wohnstube bei Plattners auf dem Dornhof. Es sollten drei Türen vorhanden sein. Nach links geht es in die Schlafräume und das Bad, nach rechts in die Küche und hinten befindet sich der Eingang. Ebenfalls hinten sind etwa zwei Fenster vorhanden. Auf der rechten Bühnenseite befindet sich eine Polstergruppe, auf der linken Seite ein Tisch mit einigen Stühlen, sowie ein Buffet an der Hinterwand.

 

 

 

 

De Räuberhauptmann Hadubrand und sini Bandi

Art des Stücks:

Stück in acht Szenen (Spieldauer rund 50 Minuten)

Autor:

Martin Willi

Aufführungsrechte:

Theaterverlag Marabu, Zürich - 044 382 24 27

Personen:

17, die meisten können sowohl von männlichen wie auch von weiblichen Darstellern verkörpert werden

Zeit:

Im Mittelalter

Ort der Handlung:

im Reich Polarien

Inhaltsangabe:

Irgendwo in den Wäldern des Reichs Polarien haust der berüchtigte Räuberhauptmann Hadubrand mit seinem Gefolge. Dort, in der dunkeln geheimnisvollen Umgebung, beginnt die Geschichte. Hadubrand hat den Plan, den wertvollen Schatz des Königreichs Polarien aus dem Schloss der Königin Polaria zu stehlen. Damit er dies realisieren kann, schickt er zwei seiner Räuber in die Stadt um Informationen zu sammeln. Den Räubern gelingt es tatsächlich sich mit dem Diener und der Magd des Schlosses anzufreunden und wichtige Hinweise zu bekommen.

Auf dem Schloss ahnt die Königin Polaria noch nichts von dem bevorstehenden Überfall und ist mit den Vorbereitungen des Geburtstagsfestes für ihre Tochter, Prinzessin Goldlocke, beschäftigt.

Der Raub des Schatzes entpuppt sich in der Folge als gar nicht so einfach. Da gibt es nicht nur die Ritter und die Schlosswächter zu bezwingen, sondern vor allem auch der Böse Drache Elvis, der in den Wäldern vor dem Schloss haust, muss erledigt werden. Ob dies Hadubrand und seinen Räubern gelingt?

Das Stück ist eine abenteuerliche Geschichte über eine Zeit, die Kinder und Erwachsene gleichermassen fasziniert, das Mittelalter mit seinen Schlössern, Rittern und Drachen. Spielbar ist das Stück für Kinder im Schulalter, es kann aber auch ohne weiteres von Jugendlichen oder Erwachsenen dargestellt werden.

Bühnenbild:

1. Szene: Vor der Räuberhütte im Wald, in der Mitte ein Lagerfeuer / 2. Szene: In der Taverne, hinten links die Theke, etwa drei Tische mit Stühlen / 3. und 7. Szene: Im Wald vor der Höhle des Drachen Elvis / 4. und 8. Szene: Salon der Königin auf dem Schloss Polarien / 5. Szene: Geteilte Bühne - links die Schatzkammer und rechts der Speisesaal / 6. Szene: Das Gefängnis - auf der rechten Seite die Zelle, links Tisch und Stuhl vom Gefängniswärter





Der Berg der Zementträume

Art des Stücks:

Humoristisches Theater mit Musik, Gesang und Artistik (Spieldauer rund 60 Minuten)

Autor:

Martin Willi (nach Ideen des Ensembles WIWA & KRAN)

Aufführungsrechte:

Theaterverlag Marabu, Zürich - 044 382 24 27

Personen:

30 Rollen, die aber gut von etwa 10 Spielern dargestellt werden können

Zeit:

Zukunft, im Jahre 2027. Verfasst und uraufgeführt im Jahre 2002

Ort der Handlung:

Auf und um den Homberg im Gemeindegebiet Effingen und Unterbözberg

Inhaltsangabe:

Wir schreiben das Jahr 2027. Die Jura-Cement-Fabriken haben die Bewilligung für den Teilabbau des Naturschutzgebietes auf dem Homberg erhalten. Doch der Start verzögert sich, da sich auf dem Homberg das Winterquartier vom Wanderzirkus „Allez-Hopp“ befindet. Nach einer Zwangsräumung kann der Abbau beginnen, die Bagger und Bulldozer fahren vor, doch davon gestört erwachen die Berggeister. Die Berggeister flüchten und verbünden sich in der Folge mit den Zirkusartisten.

Während die Bergarbeiter unter miesen Arbeitsbedingungen leiden und die Dorfbevölkerung von Effingen, aber auch aus den umliegenden Gemeinden, vermehrt infolge Nebel und Umweltverschmutzung erkrankt, versuchen die Berggeister und Zirkusartisten eine Lösung zu finden. Dies gelingt ihnen tatsächlich in der Form eines „künstlichen Zements“. Durch diese weltbewegende Erfindung wird der Abbau des Hombergs überflüssig. Doch was soll nun mit dem Gebiet geschehen? Auch hier haben die Artisten eine grandiose Idee: Es wird eine Kletterwand errichtet, die schnell zur Attraktion für Touristen aus aller Welt wird.

Dieses Stück schildert mögliche Szenarien eines Abbaus des Naturschutzgebietes Homberg, dies mit illusionistischen Elementen wie die Berggeister. Es soll in keiner Art und Weise belehrend wirken, allerdings wird angestrebt, dass sich die Zuschauer in ihrem Tun und Handeln hinterfragen.

Das Stück kann in abgewandelter Form auf viele andere Naturschutzprobleme angewandt werden.

Bühnenbild:
Als Hintergrund könnte in den meisten Szenen ein Dia dienen. Um die schnellen Umbauten vornehmen zu können, sollten sich jeweils immer nur die notwendigen Requisiten auf der Bühne befinden.

 

 

 

 

Der Mörder kam um Mitternacht

Art des Stücks:

Kriminalstück in zwei Akten (Spieldauer rund 120 Minuten)

Autor:

Carl Slotboom, aus dem Holländischen übersetzt von Heike Quandt, Schweizerdeutsche Bearbeitung: Martin Willi (Originaltitel: „Wie met de Duivel wil eten“)

Aufführungsrechte:

Plausus Theaterverlag, Kasernenstrasse 56, D-53111 Bonn

Personen:

2 Herren / 5 Damen

Zeit:

Gegenwart, verfasst im Jahre 2002, Bearbeitung 2004

Der erste Akt spielt am Mittwoch beziehungsweise Donnerstag. Der zweite Akt eine Woche, beziehungsweise zwei Wochen später. Es ist Frühling.

Ort der Handlung:

Wohnzimmer von Paul und Evelyne Wittmer in Frick.

Inhaltsangabe:

Das Stück spielt im mittelgrossen Dorf Frick, im Wohnzimmer von Evelyne und Paul Wittmer. Die Ehe der Beiden ist schon seit Jahren nicht mehr so, wie sie sein sollte und jeder geht seinen eigenen Weg. Bereits seit einigen Jahren hat Paul eine aussereheliche Beziehung zu der fünfzehn Jahre jüngeren Alice Hunter. Diese Liebschaft hält er jedoch so geheim, dass er glaubt, niemand wisse davon.

Eines Abends sieht eine junge Frau Paul aus der Wohnung von Alice kommen, aus der Hilferufe zu hören waren. Als die Polizei eintrifft stellt sich heraus, dass Alice erschossen wurde. Es wird nicht der letzte Mord gewesen sein...

Das Stück ist ein spannungsgeladener Krimi, der alles beinhaltet was von einem guten Kriminalstück erwartet werden darf.

Bühnenbild:
Die Bühne stellt ein gemütlich eingerichtetes Wohnzimmer dar, das zum grossen Teil nach eigenen Vorstellungen gestaltet werden kann. Es gibt zwei Auf- und Abgänge: links geht es in den Hausflur und zur Aussentür, rechts geht es in die Küche und das Obergeschoss.

Nach Hinten gibt es ein Fenster mit Sicht zum Garten.

Es gibt einen Kamin, ein Wohnregal mit Radio, einen Esstisch. Am Esstisch wird gefrühstückt. Er muss nicht sehr gross sein. 





De Schaggi uf Abwääge

Art des Stücks:

Lustspiel in zwei Akten (Spieldauer rund 65 Minuten)

Autor:

Martin Willi

Aufführungsrechte:

Breuninger Verlag, Aarau - 062 824 42 34

Personen:

4 Herren / 3 Damen

Zeit:

Gegenwart

Ort der Handlung:

Wohnstube bei Bünzlis in Nötzliswil

Inhaltsangabe:

Schaggi Bünzli ist ein einfacher Buchhalter in der Firma von Karl-Josef Kälin, dem wohlhabendsten und einflussreichsten Mann von Nötzliswil. Zusammen mit seiner Frau und seinem Sohn wohnt er in einem kleinen Häuschen. Eigentlich scheint es eine ganz typische Schweizer Familie zu sein: der Vater arbeitet redlich und bringt das Geld nach Hause, die Mutter verwaltet und waltet recht energisch den Haushalt; und der Sohn hat kurz nach der Lehre allerhand Flausen, sprich Mädchen, im Kopf.

Doch da läuft dem biederen Schaggi im strömenden Regen die junge bildhübsche Alexandra über den Weg. Bevor er weiss wie ihm geschieht, ist er bereits Hals über Kopf in das Mädchen verliebt. Schaggi ist im siebten Himmel und vergisst alles um sich herum und scheint in einer anderen Welt zu schweben.

Doch wie kann er das Mädchen lieben, wo er doch „glücklich“ verheiratet ist. Und genau hier beginnt die turbulente Handlung: Schaggi berichtet seinem Freund Guschti von dieser Affäre und bittet ihn zugleich um Hilfe. Doch bereits taucht das Mädchen in Schaggis Häuschen auf. Alexandra, die nichts von Schaggis Ehe weiss, hält nun seine Frau, die resolute Roswitha, für seine Haushälterin.

Alexandra ihrerseits ist die Tochter von Schaggis Chef, doch davon weiss Schaggi natürlich nichts, bis zu dem Moment, wo doch tatsächlich der Herr Kälin mit seiner eingebildeten Ehefrau erscheint. Nun ist der Zeitpunkt gekommen, wo Peter, der Sohn von Schaggi als Retter in der Not auftritt. Er gibt sich als Freund von Alexandra aus.

Nun könnte sich die Geschichte langsam normalisieren, doch weit gefehlt. Die verzwickte Verwechslungskomödie beginnt nun erst so richtig. Eine komische Situation folgt nun der anderen. Neu ist, dass ein hochaktuelles Thema unserer Zeit, die hohe Scheidungsrate, für einmal lustig und geistreich vorgetragen wird.

Bühnenbild:

Eine einfache Wohnstube, die ordentlich und gemütlich eingerichtet ist, mit Türen nach links in die Schlafräume und nach rechts in die Küche. Der Eingang befindet sich hinten, ebenso sollten zwei bis drei Fenster vorhanden sein. Einrichtung nach Gutdünken der Regie.





De Wilddieb vom Kornberg

Art des Stücks:

Humorvolles Volksstück in drei Akten (Spieldauer rund 120 Minuten)

Autor:

Martin Willi

Aufführungsrechte:

Breuninger Verlag, Aarau - 062 824 42 34

Personen:

4 Herren / 4 Damen

Zeit:

Gegenwart

Ort der Handlung:

1. Akt - Restaurant zum goldenen Esel / 2. und 3. Akt - Försterhaus auf dem Kornberg

Inhaltsangabe:

Auf dem schönen Kornberg im Fricktal ist buchstäblich der Teufel los. Seit vielen Monaten treibt ein gerissener Wilddieb sein Unwesen. Unerschrocken wildert er tagein tagaus und scheut sich nicht, das Wild praktisch vor den Augen der Förster und Gemeinderäte zu erlegen.

Die Handlung der Geschichte beginnt aber zunächst im „goldenen Esel“, einem bestens bekannten Landgasthof. Dort wirken der Wirt Heiri, ein eingefleischter Junggeselle und die hübsche Serviertochter Rösli. Der Gasthof ist Treffpunkt für die Dorfbevölkerung. Alle sind hier gern gesehene Gäste: Der Gemeindeammann, das typische Dorforiginal Sepp, die Klatschtanten Liseli und Annemarie, die Kornbergbäuerin Trudy und natürlich auch der neue Förster. Dieser wird eigens eingestellt, um dem wilden Treiben ein Ende zu setzen.

Aber vorderhand scheint kein Ende in Sicht zu sein. Nein, ganz im Gegenteil. Bereits am Tage der Ankunft des Försters nimmt die Wilderei eine muntere Fortsetzung. Nun ist in der Folge das ganze Gespür und seine Cleverness erforderlich, damit der Förster dem Wilddieb auf die Spur kommt.

Doch wer ist der geheimnisvolle Täter? Welche Rolle spielt die schlaue und durchtriebene Bäuerin Trudy, die auf dem Kornberg das schönste Anwesen, den Tannhof, besitzt? Warum können im „goldenen Esel“ so günstige Wildspezialitäten angeboten werden? Was hecken die Klatschtanten Liseli und Annemarie aus und warum treiben sie sich so oft beim Försterhaus herum? Schliesslich das Dorforiginal, der Sepp. Dieser weiss offenbar mehr als er zugibt und vielleicht ist er gar nicht so beschränkt wie alle glauben: Plötzlich taucht auch noch der Geist des verstorbenen Tannhofbauern auf, der vor Jahren bei der Jagd verunglückt ist.

Bühnenbild:

1. Akt: Wirtsstube im Restaurant zum goldenen Esel. Gemütlich eingerichtete „Landbeiz“ mit Buffet links, Stammtisch, sowie zwei bis drei weitere Tische. Der Raum muss zwei Türen haben, eine links hinter dem Buffet, die andere etwa in der Mitte als Eingangstür. Auf der rechten Seite sollte mindestens ein Fenster zum Öffnen vorhanden sein.

2. und 3. Akt: Vor dem Försterhaus auf dem Kornberg. Rechts das Försterhaus, das zugänglich sein muss und auch Fenster zum öffnen haben sollte. Im dritten Akt befindet sich eine Bank vor dem Haus. Ebenfalls in der Nähe ist noch ein Brunnen. Bäume und Sträucher auf der ganzen Bühne verteilt. Hintergrund - Wald.





Die heisse Spur

Art des Stücks:

Kriminalkomödie in fünf Akten (Spieldauer rund 100 Minuten)

Autor:

Martin Willi (Dieses Stück ist die schriftdeutsche Fassung des Originals „Waldemar uf heisser Spur“)

Aufführungsrechte:

Anfragen an Martin Willi – 079 329 19 33

Personen:

5 Herren / 5 Damen

Zeit:

Gegenwart, verfasst im Jahre 2003

Ort der Handlung:

1. und 5. Akt - Wohnzimmer der Frieda Müller / 2. und 4. Akt - Polizeibüro / 3. Akt - In einer kleinen Gasse

Inhaltsangabe:

Im kleinen Städtchen Herzburg herrscht die Angst, seit in der nahe gelegenen Grossstadt Berlin der bekannte Ein- und Ausbrecherkönig Ganoven-Kurti und sein Genosse Stinki-Billi ausgebrochen sind und in Herzburg gesichtet wurden. Bei einem Einbruch bei der wohlhabendsten Dame des Ortes, bei Frieda Müller, deutet alles auf das Verbrecherduo hin. Ein Fall für die Ortspolizei! Da Kommissar Meier-Schmid mit einer schweren Grippe im Bett liegt, muss der als unbeholfen und tollpatschig bekannte Waldemar Bohnenblust den Fall übernehmen. Voller Elan und übereifrig macht er sich denn auch an die Arbeit - von einem solchen Fall hat er seit Jahren schon geträumt. Sieht sich der kleine Kriminalpolizist Bohnenblust doch eher als grosser Held in einem TV- oder Filmkrimi, denn als kleiner Polizist auf dem Lande. Allerdings tappt Waldemar vorerst buchstäblich im Dunkeln und sein Sohn Reto, der mit dem Hausmädchen von Frieda Müller, mit Margritli, liiert ist, trägt auch nicht gerade dazu bei, dass bei Waldemar ein Licht aufgehen könnte. Die hübsche Mayeli, die dem tragischen Helden so sehr gefällt (obwohl er doch mit Lotti verheiratet ist), verwirrt dessen Kopf noch vollends. Wenn er wüsste, dass eben gerade sein neuer Schwarm eigentlich die Braut von Ganoven-Kurti ist...

Das Stück beinhaltet viele verwirrende Situationen und stellt auf humorvolle und satirische Art und Weise die Jagd der Polizei nach einem gesuchten Ausbrecherduo dar. Ob es dem kleinen Polizisten gelingt (vielleicht mit Hilfe seiner Sekretärin Rosi?) die berüchtigten Verbrecher dingfest zu machen? Welche undurchsichtige Rolle spielt eigentlich das Hausmädchen Margritli und in welcher Beziehung steht ausgerechnet sie zu Ganoven-Kurti? Warum liegt gerade jetzt Meier-Schmid mit einer Erkältung im Bett, nachdem er während seiner ganzen langjährigen Amtszeit noch nie krankheitshalber vom Dienst fernblieb? Fragen über Fragen...

Der heitere Fünfakter, mit zahlreichen Pointen gespickt, wird dafür sorgen, dass sich das Theaterpublikum bestens amüsiert.

Bühnenbild:

Wohnzimmer der Frieda Müller = Sehr wohlhabend und nobel (antike Möbel) eingerichtet: wertvolle Gemälde an der Wand, Polstergruppe mit Clubtischchen, Wohnwand mit Radio. Drei Türen: Eine nach hinten als Ausgang, eine links in die Schlafräume und eine rechts in die Küche. Zwei bis drei Fenster. Telefon muss vorhanden sein.

Polizeibüro = Muss zwei Arbeitsplätze aufweisen. Rechts befindet sich das ordentlich eingerichtete Sekretariat von Rosi Spring, dort sollte sich auch die Eingangstüre befinden. In der Mitte ist der Bürotisch von Waldemar Bohnenblust. Dieser ist sehr unordentlich eingerichtet, an dessen Rückwand hängen Poster von diversen Krimihelden aus TV und Film. Darauf steht ein Radio. Zwei Telefone mit unterschiedlichen Klingelzeichen: eines bei Waldemar und eines bei Rosi. Auf der linken Seite könnte sich zum Beispiel ein Archivschrank, ein Bücherregal oder desgleichen befinden. Dort geht eine Tür in das Büro des Polizeikommissars Meier-Schmid.

Kleine Gasse = Kann mit Vorhängen, Teppichen, Brettern und Ähnlichen angedeutet werden. Buchten auf der Rückseite als Eingänge zu den Häusern.




 

Die Nacht der Nächte

Art des Stücks:

Gesellschaftsdrama in sechs Bildern (Spieldauer rund 100 Minuten)

Autor:

Martin Willi

Aufführungsrechte:

Breuninger Verlag, Aarau - 062 824 42 34

Personen:

6 Herren / 7 Damen

Zeit:

Gegenwart, verfasst im Jahre 1999

Ort der Handlung:

1., 3. und 5. Bild - Nachtlokal „Johnnys Bar“ / 2. Bild - Zimmer von Caroline / 4. Bild - In einem Stadtpark / 6. Bild - In der Kirche

Inhaltsangabe:

Das Nachtlokal „Johnnys Bar“ in der Grossstadt Zürich ist der Polizei schon lange ein Dorn im Auge. Bereits seit Jahren wird der Besitzer des Nachtlokals, Johnny Dobler, genannt „Die Ratte“, des Rauschgifthandels verdächtigt. Doch „die Ratte“, die als ungekrönter König der Unterwelt gilt, war der Polizei bisher zu schlau. Erst als „die Ratte“ den Fehler begeht, sich die hübsche Caroline als Tänzerin und Drogenkurier zu angeln, kommt Inspektor Ammann dem dubiosen Dobler auf die Spur.

Doch ausgerechnet die Nacht, in der Caroline „die Ratte“ ans Messer liefern soll, verläuft ganz anders als geplant. Schuld daran ist die Liebe, die in der Person von Franz Hugentobler in das Leben von Caroline tritt. Franz ist ein unzufriedener Bankangestellter, der von seiner Frau verlassen worden ist, und sich nun in „Johnnys Bar“ ein Vergnügen leisten will. Das Zusammentreffen von Caroline und Franz bringt die Pläne der Polizei durcheinander und die Nacht endet in einem Chaos.

Das Thema des Stücks ist aktueller denn je und dennoch zeitlos, gilt doch die Prostitution und somit der Handel mit Frauen als ältestes Gewerbe der Welt. Ebenso ist das Problem der Drogen allgegenwärtig und die Krankheit Aids wird hier dem Zuschauer ebenso ins Gewissen geführt, wie der oft hoffnungslose Kampf der Polizei gegen die Unterwelt. Bewusst wird auf ein Happyend verzichtet, der Zuschauer soll vielmehr das weitere Geschehen in seinem Kopf verarbeiten.

Bühnenbild:

Das Bühnenbild sollte mit möglichst wenig Kulissen dargestellt werden. Es ist von Vorteil, die einzelnen Bilder nur anzudeuten, um so die Umbauten möglichst schnell vornehmen zu können. Als Hintergrund könnte beispielsweise ein schwarzer Vorhang oder eine schwarze Wand dienen. Beim Nachtlokal wird eine Theke und eine Tanzfläche benötigt sowie, je nach Platz, einige Tische und Stühle. Im Zimmer von Caroline muss ein Bett vorhanden sein. Im Stadtpark braucht es zwei Gartenbänke und Gebüsch. In der Kirche genügen ein paar Holzbänke, sowie ein angedeuteter Altar mit Kreuz. Grundsätzlich reichen für alle Bilder zwei Aufgänge (links und rechts).




 

Die rote Zora und ihre Bande

Art des Stücks:

Abenteuerliches Theaterstück in zwei Akten (Spieldauer rund 80 Minuten)

Autor:

Martin Willi, frei nach dem gleichnamigen Roman von Kurt Held

Aufführungsrechte:

Theaterverlag Marabu, Zürich - 044 382 24 27

Personen:

2 Herren / 2 Damen / 4 Knaben / 12 Mädchen

Zeit:

Irgendwann zwischen dem ersten und dem zweiten Weltkrieg, es ist Sommer.

Ort der Handlung:

Rund um die kleine Stadt Senj im Uskokengebirge von Kroatien.

Inhaltsangabe:

Ein Klassiker, nicht nur in Sachen „Freundschaft“, ist „Die rote Zora und ihre Bande“. Bereits 1941 erschienen hat die Geschichte bis heute nichts an Attraktivität eingebüsst. Der Schauplatz der Handlung ist Kroatien - ein Land, das seit einigen Jahren verstärkt im Blickpunkt der Öffentlichkeit steht. Die Geschichte von der Bande um die rote Zora erhält damit einen aktuellen Bezug zur Wirklichkeit des Zuschauers.

Hauptfiguren dieses Abenteuers sind fünf elternlose Kinder, die sich in der kroatischen Kleinstadt Senj zu einer Bande zusammenschliessen und sich selbst „die Uskoken“ nennen. Um zu überleben begehen sie kleine Diebstähle, die immer wieder zu Auseinandersetzungen mit den Senjer Bürgern führen.

Branko lebt in Senj. Er ist der Sohn eines herumreisenden Geigers (den er alle zwei bis drei Jahre einmal sieht) und einer Tabakarbeiterin. Plötzlich stirbt seine Mutter an einer Tabakvergiftung und Branko ist alleine. Auf dem Marktplatz findet Branko am Boden einen Fisch und wird deshalb eines Diebstahls verdächtigt. Er kommt ins Gefängnis. Die rote Zora befreit ihn und nimmt ihn in ihre Bande auf, die in einer alten verlassenen Burg wohnt. Zusammen erleben sie spannende Abenteuer.

Die Kinder verstossen zwar gegen die Konventionen der Gesellschaft, halten sich aber innerhalb der Bande an feste Regeln: Jeder hat seine Aufgaben und einen festen Platz in der Gruppe. Die rote Zora, das einzige Mädchen, ist die streitschlichtende, niemals herrische Anführerin. Wer Mitglied ihrer Bande werden will, muss eine Aufnahmeprüfung bestehen, in der er Mut und Geschicklichkeit beweisen soll. Die oberste Regel der Gruppe ist Solidarität.

Kurt Kläber, der 1933 als Kommunist vor den Nazis aus Deutschland flüchten musste, wählte das Pseudonym Kurt Held, um trotz Schreibverbots für Ausländer in der Schweiz seine Bücher veröffentlichen zu können. „Die rote Zora und ihre Bande“ beruht auf einer wahren Begebenheit. Sie wurde vom Bayrischen Rundfunk als 13teilige Fernsehserie verfilmt und 1980 zum ersten Mal ausgestrahlt.

Bühnenbild:

Um einen möglichst schnellen Umbau zu ermöglichen sollten sich jeweils nur die notwendigsten Gegenstände auf der Bühne befinden.

 

 



Die Schneekönigin

Art des Stücks:

Familientheater in vier Bildern (Spieldauer rund 90 Minuten)

Autor:

Marianne Terplan, frei nach dem Märchen von Hans Christian Andersen

Schweizerdeutsche Bearbeitung: Martin Willi

Aufführungsrechte:

Marianne Terplan Theaterverlag, August-Wendel-Strasse 72, D-40880 Ratingen

Personen:

4 Knaben bzw. Herren / 12 Mädchen bzw. Damen

Zeit:

Irgendwann in der Märchenwelt

Ort der Handlung:

Irgendwo in der Märchenwelt

Inhaltsangabe:

Wer kennt sie nicht, die Geschichte der Schneekönigin von Hans Christian Andersen? Wie viele andere Märchen Andersens thematisiert auch dieses das kleine Glück der einfachen, guten Leute und ist humorvoll und ironisch.

Die Kinder Gerda und Kay sind die besten Freunde und sie spielen täglich zusammen. Eines Tages erzählt ihnen Gerdas Grossmutter das Märchen von der Schneekönigin. Kay bezweifelt, dass es sie gibt. Doch als er allein zurückbleibt, erscheint die junge, schöne Schneekönigin und nimmt ihn mit in ihr Reich. Dort soll er in fünf Tagen, fünf Stunden und fünf Minuten in einen Eisbären verwandelt werden, danach gibt es keine Rettung mehr für ihn. Vorher aber muss er eine Aufgabe, die ihm die Schneekönigin stellt, lösen. Wenn ihm das gelingt, ist er gerettet.

Gerda macht sich auf den Weg, ihren Freund zu finden. Im Butterblumenreich trifft sie eine Krähe, die ihr fortan helfend zur Seite steht. So können sie gemeinsam dem bösen Kindermädchen und den Gefahren in der Räuberhöhle entkommen. Gerda gelingt es schliesslich, noch vor Ablauf der Frist in den Palast der Schneekönigin einzudringen. Sie wird von den Wache haltenden Eisbären verfolgt, doch kann sie diese bezwingen und Kay helfen, die ihm gestellte Aufgabe zu lösen.

Damit ist die Macht der Schneekönigin gebrochen und die beiden Kinder können wieder nach Hause zurückkehren. Ihre Freundschaft war stärker als jede Macht der Welt.

Bühnenbild:

1. Bild - Die Wohnstube bei Gerda zu Hause: Ein Sofa, ein Tisch mit drei Stühlen, ein Ofen. Im Hintergrund ein imaginäres Fenster, welches bis auf den Boden geht, davor ein Blumenkasten mit roten Rosen (gemalte Holzblende). Wenn die Schneekönigin daran vorbeigeht und die Rosen mit ihrem Kleid streift, kippt die Holzblende mit den roten Rosen und es bleibt eine Holzblende mit weissen Rosen - die Rosen sind erfroren.

2. Bild - Im Butterblumenreich: Der Thronsaal der Prinzessin Iris. Rechts und links sind überdimensionale Butterblumen, an welche später Gerda und Kunigunde gefesselt werden.

3. Bild - Die Räuberhöhle: Über einem Feuer hängt ein grosser Kessel. In einer Ecke einige Säcke und zwei grosse Korbflaschen. Ferner noch ein derber aus Holzscheiten gezimmerter niedriger Tisch. Ausserhalb ist ein Druckknopf angebracht. Wenn das Messergirl draufdrückt, geht das Eisengitter zu und verschliesst so den Eingang der Höhle.

4. Bild - Der Thronsaal im Palast der Schneekönigin: Eiszapfen hängen von oben herab, rechts und links von der Bühne sind zwei Portale aus Eis. In der Mitte befindet sich der Thron der Schneekönigin, ganz aus Eis.

 

 

 

 

Ei Fründin chunnt sälte ellei

Art des Stücks:

Komödie in zwei Akten (Spieldauer rund 135 Minuten)

Autor:

Pierre Chesnot, Deutsche Übersetzung Wolfgang Kirchner, Schweizerdeutsche Bearbeitung Martin Willi

Aufführungsrechte:

Breuninger Verlag, Aarau - 062 824 42 34

Personen:

3 Herren / 5 Damen

Zeit:

Gegenwart, Bearbeitung im Jahre 2007.

Ort der Handlung:

Paris, Wohnung des Ehepaars Dumont.

Inhaltsangabe:

Eine amüsante und turbulente Geschichte um einen Schriftsteller, der durch die ständigen Besuche der Freundinnen seiner Frau, die bei ihr Trost und gute Ratschläge einholen, wenn wieder einmal eine ihrer erotischen Beziehungen in die Brüche gegangen ist, permanent am kreativen Arbeiten gehindert und zur Verzweiflung getrieben wird. Als auch noch deren zweifelhafte Eroberungen auftauchen, sorgen die für zusätzliches Chaos. Das kann natürlich nicht gut gehen und so kommt es im wahrsten Sinne des Wortes zum grossen Knall, der für einige der Beteiligten mehr als nur überraschende Konsequenzen nach sich zieht. Auch wenn der Schriftsteller schliesslich konsterniert feststellen muss, dass alles so bleibt wie es einmal war.

Bühnenbild:

Eine hübsche Penthouse-Wohnung. Obwohl Evelyne und Philippe es modern lieben, strahlt die Einrichtung viel Gemütlichkeit aus. Ein Teil des Charmes der Wohnung besteht darin, dass Ordnung nicht existiert, denn hier wohnt ein Schriftsteller. Vorne links ein Fenster zur Strasse. Links zwei Abgänge, einer ins Schlafzimmer und zu Philippes Arbeitszimmer, der andere zum Gästezimmer und ins Bad. Vorne rechts geht es zur Wohnungstüre, die man jedoch nicht sieht. Hinten rechts geht es zur Küche.

Hausbar, moderne Sessel, eine Couch.

 

 

 

 

En chline Chindertraum

Art des Stücks:

Heiteres Stück in einem Akt, spielbar für Kinder im Kindergarten- und Schulalter (Spieldauer rund 35 Minuten)

Autor:

Martin Willi

Aufführungsrechte:

Theaterverlag Marabu, Zürich - 044 382 24 27

Personen:

11, die sowohl von Mädchen wie auch von Knaben dargestellt werden können

Zeit:

Zeitlos

Ort der Handlung:

„Traum“

Inhaltsangabe:

Das Stück handelt vom Mädchen Brigitte, das abends zu Bett geht und in einen tiefen Schlaf fällt. Während des Schlafs träumt sie eine merkwürdige Geschichte, die dem Publikum erzählt und vorgespielt wird. Die Fantasie der Zuschauer wird gefordert. So ist beispielsweise der Vater des Mädchens im Traum plötzlich der König und ihr Bruder Rolf wird zu einem Monster.

Bühnenbild:

Das Stück kommt gut ohne Kulissen aus. Requisiten, Kostüme und weiteres sind aus dem Text ersichtlich.





En Diamant für de Zirkus

Art des Stücks:

Theaterstück in sechs Szenen für Kinder im Schulalter (Spieldauer rund 40 Minuten)

Autor:

Martin Willi

Aufführungsrechte:

Theaterverlag Marabu, Zürich - 044 382 24 27

Personen:

18, sämtliche 18 Rollen können gut von Kindern im Schulalter dargestellt werden. Einige Kinder könnten auch zwei Rollen übernehmen. Für die Rollen der Polizeihunde können auch Kinder im Kindergartenalter dazu gezogen werden.

Zeit:

Zeitlos, verfasst im Jahre 2002

Ort der Handlung:

1. Szene: Zirkusmanege und Wohnwagen

2. Szene: Restaurant

3. Szene: Polizeibüro und Strasse

4. Szene: Krankenhaus

5. Szene: Museum

6. Szene: Versteck der Räuberbande

Inhaltsangabe:

Clown Tarzano vom Zirkus Nonani ist traurig. Das Geld reicht nicht mehr um genügend Nahrung für die Tiere zu kaufen. Die drei Räuber Bobby, Bruno und Fritz wollen helfen, da sie grosse Zirkusfans sind und weil Clown Tarzano ihnen in der Manege immer soviel Freude macht. Sie planen den Raub eines Diamanten, der eine Million Franken wert ist. Per Zufall vernimmt aber Heiri, ein Stammgast des Restaurants „Löwen“, von diesem vorgesehenen Diamantenraub. Die Räuber drohen ihm, doch Heiri geht dennoch zur Polizei, wo er aber vor seiner Aussage von einem Verbrecher niedergeschossen wird. Heiri ist aber nur schwer verletzt und kann seine Aussage doch noch machen, was dazu führt, dass die Polizei den Verbrechern auf die Spur kommt. Ob aber der Zirkus trotzdem zu seinem Geld kommt?

Bühnenbild:

Auf der Bühne sollten sich bei jeder Szene immer nur die wichtigsten Elemente und Requisiten befinden, so kann der Umbau der einzelnen Szenen auch schnell erfolgen. Das Bühnenbild der Szenen 1 und 3 ist geteilt.





Ene mene Krötenschleim

Art des Stücks:

Ein Stück aus der Welt der Hexen und Zauberei in zwei Akten (Spieldauer rund 55 Minuten)

Autor:

Martin Willi

Aufführungsrechte:

Theaterverlag Marabu, Zürich - 044 382 24 27

Personen:

rund 15 bis 20 Rollen, die Darsteller können auch mehrere Personen verkörpern; das Hexenteam kann von kleineren Kindern dargestellt werden, damit diese ebenfalls mitwirken können

Zeit:

Zeitlos, Uraufführung 1999

Ort der Handlung:

Unbestimmt

Inhaltsangabe:

Die Welt der Hexen und Zauberei verbirgt soviel geheimnisvolles und zugleich faszinierendes, dass ein Theater darüber für Kinder und Jugendliche geradezu ein Muss ist. Bewusst wird hier die Phantasie der Zuschauer gefordert und keinen Wert auf die Richtigkeit der Ereignisse gelegt. Wer kennt sich denn schon genau mit Hexen und Zauberei aus?

Das Stück handelt vom Kampf der guten und der bösen Hexen. Der Böse Hexenmeister will sich die Erde mit Hilfe der Hexe Pipapo untertan machen. Dagegen wehrt sich natürlich der Gute Hexenmeister, indem er der Hexe Muschka ein zweites Leben gewährt. Sie soll gegen ihre eigene Schwester Pipapo um die Erde streiten. Ob hier wohl das Gute oder das Böse siegen wird? Aufgelockert wird das ernsthafte Thema durch viele humorvolle Szenen.

Bühnenbild:

Das Bühnenbild soll so einfach wie möglich gestaltet werden. Damit können die einzelnen Umbauten durch das Hexenteam schnell vollzogen werden und die darstellerische Leistung der Kinder tritt in den Vordergrund. Als Hintergrund kann ein einfacher Vorhang oder eine Wand dienen. Die notwendigen Requisiten und Kostüme ergeben sich nach Anweisungen im Textheft und werden der Regie überlassen. Es genügen zwei Aufgänge links und rechts.





En schwierige Fall

Art des Stücks:

Ein von Schulkindern zu spielendes Lustspiel in zwei Akten (Spieldauer rund 40 Minuten)

Autor:

Martin Willi

Aufführungsrechte:

Theaterverlag Marabu, Zürich - 044 382 24 27

Personen:

Elf Rollen, die sowohl von Mädchen wie auch von Knaben gespielt werden können

Zeit:

Gegenwart

Ort der Handlung:

1. Akt - Praxis der Tierärztin / 2. Akt - Büro der Kommissarin

Inhaltsangabe:

Im kleinen Dorf Herznach stürzt ein Militärflugzeug ab, und dies ausgerechnet in den Löwenkäfig der Tierärztin Christine Ruppli. Die Tierärztin, sowie die Kommissarin Petra Müller leisten den abgestürzten Piloten Erste Hilfe. Doch weshalb ist das Flugzeug abgestürzt? Woher kommt der Nebel oder der Rauch, der den erfahrenen Piloten die Sicht verschleierte und sie irritierte? Ein schwieriger Fall für die Polizei, dies zeichnet sich schon bald ab. Da kann auch die so genannte Augenzeugin, Frau Kammermann, nur wenig behilflich sein, die eigentlich soviel wie gar nichts gesehen hat. Ob des Absturzes ist der weibliche General der Schweizer Luftwaffe, Renata Zimmermann, entrüstet und fürchtet bereits die morgendlichen Zeitungsschlagzeilen. Doch für die Bewohner des Dorfes besteht eine ganz andere Gefahr. Beim Absturz in den Löwenkäfig konnten nämlich die Löwen Thea und Rex fliehen und machen nun die Gegend unsicher.

Bei den Ermittlungen durch die Polizei und die Luftwaffe wird versucht der Absturzursache, dem geheimnisvollen „Nebel“, auf den Grund zu gehen.

Bühnenbild:

Das Stück kann gut ohne Kulissen gespielt werden. Nicht verzichtet werden sollte jedoch auf Einrichtungsgegenstände, Requisiten und Kostüme.

Bei der Tierarztpraxis befindet sich etwa in der Mitte der Bühne ein Schreibtisch mit Stuhl. Auf dem Schreibtisch muss ein Telefon vorhanden sein. Etwas seitlich links vom Schreibtisch steht das Krankenbett. Auf der linken Seite stehen noch zwei Hocker.

Beim Polizeibüro steht der Schreibtisch der Polizistin rechts, darauf befindet sich eine Schreibmaschine oder ein Computer. Links steht der Schreibtisch der Kommissarin, davor zwei Stühle. Neben dem Schreibtisch der Kommissarin ist die Decke für den Hund, sowie ein Papierkorb.





En verzwickte Fall

Art des Stücks:

Kriminalkomödie in drei Akten (Spieldauer rund 90 Minuten)

Autor:

Martin Willi

Aufführungsrechte:

Breuninger-Verlag, Aarau - 062 824 42 34

Personen:

4 Herren / 5 Damen

Zeit:

Gegenwart, verfasst im Jahre 2003

Der zweite und dritte Akt spielen ein Tag nach dem ersten Akt.

Ort der Handlung:

1./2. Akt: Wohnstube von Charlotte Zwiebel

3. Akt: Wohnung von Charly und Jimmy

Inhaltsangabe:

Charlotte Zwiebel lebt alleine in einer gemütlichen Wohnung auf dem Lande. Ihr Leben ist weder langweilig noch aussergewöhnlich. Bis zu dem Tag, als plötzlich alles anders wird. Alles beginnt damit, dass Charlotte Zwiebel aus ihrer Küche merkwürdige Geräusche hört. Diese Geräusche stammen von Charlottes Tiefkühltruhe. Wie sie diese nun öffnet, findet sie eine scheinbar tote Frau darin. Laut schreiend lockt sie ihre Freundin Ruthli Ryser, die gerade zu Besuch ist, und die extravagante Nachbarin Thea Bartholomeo an. Für die drei Frauen ist alles klar, da kann nur noch die Polizei helfen.

Inspektor Kurt Meier-Hunziker und der etwas tollpatschige Polizist Fritz Blümli erscheinen denn auch prompt am Tatort. Begleitet werden sie von der emanzipierten Gerichtsmedizinerin Hanna Roos. Doch als die Tiefkühltruhe untersucht wird, fehlt von einer Toten jede Spur. Die Polizei sucht überall nach der Toten. Doch auch eine Meldung im Radio und Fernsehen bringt keinen Erfolg. Niemand kennt die unbekannte Frau aus der Tiefkühltruhe. Auch in den Zeitungen kursieren Gerüchte um die „Frau Unbekannt us de Truhe“. Aufgrund der Zeitungsberichte meldet sich eine junge Frau namens Corina Zimmerli, die gesehen haben will, wie zwei dubiose Männer in das Haus von Charlotte Zwiebel eingebrochen sind. Und zwar gerade an dem Tag, als die tote Frau entdeckt wurde. Allerdings ist die Augenzeugin der Polizei keine grosse Hilfe, da sie in ihrer Aussage immer wieder unsicher ist.

Turbulent wird es in der Wohnung von Charlotte als sie Besuch von zwei Männern erhält, die sich als Versicherungsexperten ausgeben, in Wirklichkeit aber die beiden Verbrecher Charly und Jimmy sind. Offenbar sind sie auf der Suche nach etwas, das sie verloren haben, als sie bei Charlotte eingebrochen sind. Wie gross ist die Überraschung nun, als Thea zufällig auftaucht und sich als Schwester von Charly und Jimmy entpuppt.

Das Stück verspricht beste Unterhaltung und Spannung. Der Inhalt ist so verzwickt und mysteriös, dass bis zum Schluss das Ende nicht abzusehen ist.

Bühnenbild:

Wohnstube von Charlotte Zwiebel: Gemütlich eingerichtet, Türen nach links in die Küche, nach rechts in das Schlafzimmer und hinten befindet sich der Eingang. Auf der linken Seite eine Wohnwand mit Radio, auf der rechten eine kleine Polstergruppe mit Salontisch.

Wohnung von Charly und Jimmy: Genau das Gegenteil von Charlottes Wohnung, alles wirkt kalt und ungemütlich. Vorhanden ist ein Tisch mit vier Stühlen, eine Kommode und ein kleines Bücherregal. Hauseingang nach hinten.



 

 

En Zuckermaa chonnt sälte allei

Art des Stücks:

Lustspiel in zwei Akten (Spieldauer rund 55 Minuten)

Autor:

Martin Willi

Aufführungsrechte:

Breuninger Verlag, Aarau - 062 824 42 34

Personen:

4 Herren / 6 Damen

Zeit:

Gegenwart, verfasst im Jahre 2002

Ort der Handlung:

Wohnzimmer der Familie Hugentobler in einer mittelgrossen Stadt

Inhaltsangabe:
Franziska Hugentobler lebt mit ihrem Mann und ihrer Tochter seit mehreren Jahren in einer eleganten Mietswohnung einer mittelgrossen Stadt. Beruflich ist die Verfechterin der Emanzipation als Personalchefin eines Grossunternehmens tätig. Seit sie sich vor einigen Jahren emanzipiert hat, legt sie keinen grossen Wert mehr auf Liebe und Treue in ihrer Ehe. So hat sie schon seit längerer Zeit ein Verhältnis mit Fritz Schwarz und wenn dieser mal nicht zur Verfügung steht, dann gibt es ja noch andere Männer, wie zum Beispiel den stellenlosen Kaminfeger Helmut Widmer und den neuen Nachbarn Hans Wunderlin. Ihr Mann Peter, der als einfacher Verwaltungsangestellter tätig ist, scheint aber nichts von den Eskapaden seiner Ehefrau zu ahnen... Bis zu dem Tag, als er die Bekanntschaft von Sonja Schwarb macht, die als Bardame arbeitet und es auf Peter abgesehen hat.

Dass die Lebensweise von Franziska zu allerlei Verwirrungen führt, scheint klar zu sein. Vor allem als sich ihre Tochter Rosemarie in einen der „Zuckermänner“ ihrer Mutter verliebt und die Lebenspartnerin von Hans Wunderlin, nämlich Lea Kern, etwas von der Liebelei ihres Hans mit Franziska ahnt. Die kuriosen Handlungen bringt aber die Zustellbeamtin Renate Koller erst richtig in Schwung, als sie ein mysteriöses Paket abliefert, das scheinbar weder Franziska, noch Peter gehört.

Bühnenbild:
Das Wohnzimmer ist elegant eingerichtet. Links befinden sich Esstisch und Wohnwand, hier ist auch die Türe in die Küche. Auf der rechten Seite befindet sich eine Polstergruppe mit Salontisch und Barschrank, hier ist eine Türe, die ins Bad führt. Hinten ist ein offener Eingang, der nach links zur Eingangstüre und nach rechts in die Schlafzimmer im oberen Stockwerk führt.




 

Eusi beschte Täg

Art des Stücks:

Romantische Komödie in zwei Akten (Spieldauer rund 130 Minuten)

Autor:

Frank Pinkus, schweizerdeutsche Bearbeitung Martin Willi (Originaltitel: „Die besten Tage meines Lebens“)

Aufführungsrechte:

VVB, Buchweizenkoppel 19, Postfach 2045, D-22810 Norderstedt

Personen:

1 Herr / 1 Dame

Zeit:

Gegenwart, Uraufführung 2002, Bearbeitung 2004

Ort der Handlung:

Wohnzimmer von Anna und Klaus

Inhaltsangabe:

Anna Schäfer ist eine attraktive Frau, fröhlich, unkompliziert und sehr direkt, verheiratet mit Christoph, einem Gynäkologen, keine Kinder. Sie selbst ist Malerin, ursprünglich mal Krankenschwester, aber durch die Heirat mit Christoph in der glücklichen Lage, sich ihrem Hobby und ihrer Berufung widmen zu können. Eine starke Frau voller Gefühle, voller Emotionen, voller Lebensfreude. Eine Frau, die gerne lacht und dafür auch mal Unsinn macht, der ihrem Mann nicht ganz zugänglich ist. Anna ist nicht sehr gross, aber äusserliche Grösse hat sie gar nicht nötig. Sie fällt immer auf, man übersieht sie nie. Nicht etwa, weil sie penetrant oder laut ist, sondern einfach präsent in ihrem Optimismus und ihrer Ausstrahlung.

Klaus Kessler ist jemand, der einem auf Anhieb sympathisch ist, der aber niemandem auffällt. Er ist fast der klassische Verlierer-Typ, ein netter Kerl, der nie den grossen Schritt geschafft hat, weder beruflich noch privat. Nicht, dass seine Ehe mit Ute unglücklich wäre, absolut nicht. Aber man kann auch nicht sagen, sie sei glücklich. Dabei hätte Klaus alle Möglichkeiten, er sieht nicht übel aus, mittelgross und kräftig, wenn auch ein bisschen unsportlich. Aber er macht nichts aus sich und er ist nicht eben mit besonderem Selbstbewusstsein gesegnet. Er ist Gartenbauarchitekt, und das wirklich aus Überzeugung; aber er fühlt sich nicht wohl in der Firma, in der er arbeitet. Und zur Selbständigkeit fehlt ihm der Mut. Seine Frau Ute ist Lehrerin für Englisch und Sport, die treibende Kraft in der Beziehung. Auch sie haben keine Kinder.

Das Stück beginnt als Klaus und Anna ihren Ehepartnern Rede und Antwort stehen müssen, denn sie sind am letzten Samstag zusammen gesehen worden. Was ist zwischen ihnen? Haben sie ein Verhältnis?

Und während die beiden dem Publikum, das in die Rolle der Ehegatten tritt, gegenüberstehen, entwickelt sich auf der Bühne mit einfachsten szenischen Mitteln die Geschichte einer fast lebenslangen Freundschaft. Auch wenn es zu Beginn bei ihrem Kennen lernen, am ersten Schultag, gar nicht so aussah. Klaus und Anna treffen sich immer wieder, beim Tanzkurs, als Klaus in der Rekrutenschule ist, vor der Sauna, in der Geisterbahn... Die Vorzeichen dieser Treffen sind selten günstig und so enden diese meistens im Chaos. Und doch entwickelt sich, von beiden unbemerkt, eine Freundschaft, die stärker und stärker wird.

Bühnenbild:

Ein heller, klarer Einheitsraum. Wenige Requisiten bilden die einzelnen Stationen (Szenen). Rechts die Ecke für Klaus, links die für Anna. „Ecke“ heisst hier: ein Stuhl, eine Art Paravent zum Umziehen, eine Garderobenstange mit allen nötigen Kostümen für beide.




 

Falsche Schlange

Art des Stücks:

Psychoschauspiel in zwei Akten (Spieldauer rund 110 Minuten)

Autor:

Alan Ayckbourn, Deutsche Übersetzung Inge Greiffenhagen und Bettina von Leoprechting, Schweizerdeutsche Bearbeitung Martin Willi

Aufführungsrechte:

Rowohlt Verlag GmbH, Hamburger Strasse 17, D-21465 Reinbek

Die schweizerdeutsche Bearbeitung ist nicht im Verlag erhältlich.

Personen:

3 Damen

Zeit:

Gegenwart, Bearbeitung des Stücks im Jahre 2008. Es ist August, die Handlung spielt innerhalb von zwei Tagen.

Ort der Handlung:

Garten des Elternhauses von Anna Maria und Michaela Schmid, irgendwo in einem kleinen Schweizer Ort.

Inhaltsangabe:

Anna Maria Schmid kommt nach vielen Jahren wieder in ihr Elternhaus zurück, das sie als Teenager verlassen hat. Ihr Vater ist verstorben und hat sie überraschend trotz vieler Streitigkeiten als Universalerbin eingesetzt. Das erstaunt Anna Maria sehr, hat doch schliesslich ihre jüngere Schwester Manuela ihren Vater bis zu seinem Tode gepflegt. Doch schon bald erfährt die herzkranke Anna Maria, dass Manuela die Fürsorge für ihren Vater nicht ernst genommen hat. Cécile Huber, die ehemalige Pflegerin, taucht auf und verlangt von Anna Maria eine hohe Geldsumme für ihr Schweigen. Ansonsten wird sie der Polizei erzählen, dass Manuela ihren eigenen Vater umgebracht hat. Sie hat sogar Beweise dafür, doch Anna Maria kann es nicht fassen. Der Kampf gegen die Erpresserin vereint die beiden Schwestern, die eigentlich wie Feuer und Wasser sind und die sich jahrelang nicht gesehen haben. Augenscheinlich sehr zum Leidwesen von Cécile, doch der Schein trügt, und schliesslich ist alles anders als man denkt.

Wer aber treibt schlussendlich wer in den Tod? Wer macht gemeinsame Sache im infamen Spiel um das horrende Schweigegeld? Das Stück erzählt auf hintergründige Weise die Geschichte von drei Frauen, die als Kind nicht geliebt wurden und später aus Verzweiflung zu menschlichen Bestien werden. Abermals zeigt sich der Autor Alan Ayckbourn, der Meister des bösen Humors, von seiner besten, abgrundtiefen Seite.

Bühnenbild:

Ein ungepflegter Garten, ziemlich gross, beinahe schon ein Park. Auf der linken Seite ein kleiner Pavillon mit einem Schaukelstuhl, dort geht es auch weiter ins Haus (hinten links) oder auf die Strasse (vorne links). Auf der rechten Seite ein angedeuteter Tennisplatz, der mit einem Gitter umzäunt ist. Durch das Gitter führt eine Türe auf den Platz hinaus. Rechts vorne der Auftritt von der Strasse. Auf der Bühne, beziehungsweise im Garten, befinden sich einige Sträucher, sowie hinten eine durch einige Stufen erreichbare Erhöhung. Auf dieser Erhöhung befindet sich eine Bank, sowie ein im Boden versenkter Brunnen, der durch eine Falltüre geöffnet werden kann. Der Brunnen muss so gross sein, damit eine Person sich darin verstecken kann.

 

 



Goldraub i de schwarze Höhli

Art des Stücks:

Westerntheater für Kinder im Schulalter in fünf Szenen (Spieldauer rund 25 Minuten)

Autor:

Martin Willi

Aufführungsrechte:

Theaterverlag Marabu, Zürich - 044 382 24 27

Personen:

rund 10 Rollen, die sowohl von Mädchen wie auch von Knaben dargestellt werden können

Zeit:

Irgendwann zur Zeit des Wilden Westens, etwa zwischen 1890 und 1900. Verfasst im Jahre 2003 nach Ideen anlässlich einer Kindertheater-Workshop-Woche.

Ort der Handlung:

1. Szene: Schwarze Höhle / 2. Szene: Sheriffbüro / 3. Szene: Lagerfeuer im Indianerdorf / 4. Szene: Gefängnis im Sheriffbüro / 5. Szene: Lagerfeuer im Indianerdorf

Inhaltsangabe:

Irgendwo in den nordöstlichen Bergen von Amerika liegt die schwarze Höhle, hier lebt Mongo als Einsiedler. Sein ganzer Stolz ist sein Gold, das er hier vor vielen Jahren in der schwarzen Höhle gefunden hat. Im Tal, im Reservat der Irokesen leben unter anderem die Indianer Glitzerstern und Kristallo. Schon seit vielen Monaten haben sie und ihre Familien zu wenig zu essen und sie sehen nur noch eine Lösung für ihr Problem, den Raub des Goldes in der schwarzen Höhle. Ihr Häuptling Roter Tornado weiss von ihrem Vorhaben, aber er verhindert es nicht.

Der Raub des Goldes gelingt, doch Mongo kann den Dieb erkennen und berichtet alles dem Sheriff Patrick. Dieser verhaftet zusammen mit seinem Hilfssheriff Buddy die beiden räuberischen Indianer. Doch damit ist die Geschichte noch nicht zu Ende, denn Glitzerstern und Kristallo können flüchten und es kommt zu einem nicht erwarteten Ende.

Das Stück ist gut geeignet für darstellende Kinder im Schulalter. Da es trotz des ernsten Themas zu keinen Gewaltszenen kommt, kann das Stück auch für Kleinkinder als Zuschauer empfohlen werden. Während den Umbauten der einzelnen Szenen durch die Indianerkinder ist Häuptling Roter Tornado zugleich der Erzähler der Geschichte.

Bühnenbild:

Das Bühnenbild ergibt sich aus dem Ort der Handlung und soll so einfach wie möglich dargestellt werden, damit auch die Umbauten der einzelnen Szenen schnell durch die Indianerkinder erfolgen können.




 

Guets Tägeli Frau Nägeli

Art des Stücks:

Lustspiel in zwei Akten (Spieldauer rund 65 Minuten)

Autor:

Martin Willi

Aufführungsrechte:

Breuninger Verlag, Aarau - 062 824 42 34

Personen:

4 Herren / 4 Damen

Zeit:

Gegenwart

Ort der Handlung:

Empfangshalle im Hotel zum letzten Taler in Goldenwil

Inhaltsangabe:

Das Hotel zum letzten Taler in Goldenwil steht kurz vor dem Konkurs. Die Gäste und somit auch das Geld bleiben schon lange aus. Auf Anweisung des Besitzers musste Hoteldirektor Kurt Meier aus Kostengründen bereits sämtliches Personal entlassen, mit Ausnahme des Dieners Peter Nägeli und des Dienstmädchens Heidi Müller. Aber nicht nur im Hotel, sondern im ganzen Dorf ist die Rezession spürbar. So sind auch Peters Kollege Seppli Schmid und auch seine Freundin Susanna Stalder derzeit arbeitslos. In Anbetracht der Notlage gibt es für Peter nur eine Lösung, seine Tante Charlotte Nägeli aus den USA muss helfen. Denn immerhin ist Tante Charlotte Millionärin, was liegt also näher, als die Tante einzufliegen um an ihr Geld zu kommen.

Um der Tante den Flug in die Schweiz schmackhaft zu machen, gibt sich Peter als Hotelbesitzer aus und offeriert Charlotte Gratisferien. Doch im Hotel trifft die reiche Tante ausgerechnet auf Margrit Hugentobler, ihre Klassenkameradin, die ihr seinerzeit den Freund ausgespannt hat und will gleich wieder abreisen. Nun sind also List und Tücken angesagt, um doch noch an das wichtige Geld zu kommen. Das Stück verspricht amüsante und beste Unterhaltung um Verwechslungen und Verwirrungen.

Bühnenbild:

Das Bühnenbild zeigt in beiden Akten die Empfangshalle im Hotel zum letzten Taler in Goldenwil. Das Hotel hat schon bessere Zeiten gesehen und sieht dementsprechend heruntergekommen aus. Links steht die Rezeption, in der Mitte befindet sich die grosse Eingangstüre und rechts geht es in das Restaurant, sowie in die Hotelzimmer. Es sind also vier Ein- und Ausgänge notwendig: Links hinter der Rezeption, in der Mitte, sowie zweimal nach rechts. Beim mittleren Ausgang sollte man hindurch sehen können. In der Empfangshalle befinden sich ein Tisch mit einigen Stühlen sowie eine Polstergruppe mit Salontischchen. Die Möbel erinnern eher an ein Armenhaus, als an ein Hotel.





Hannibal ist toll

Art des Stücks:

Komödie in drei Akten (Spieldauer rund 75 Minuten)

Autor:

Martin Willi (Dieses Stück ist die schriftdeutsche Fassung des Stücks „De grossartig Hannibal“)

Aufführungsrechte:

Plausus Theaterverlag, Kasernenstrasse 56, D-53111 Bonn

Personen:

3 Herren / 4 Damen

Zeit:

Gegenwart, verfasst im Jahre 2004

Der zweite Akt spielt vier Wochen später, der dritte Akt einen halben Tag nach dem zweiten Akt.

Ort der Handlung:

Im Büro der Architektin Roswitha Meili.

Inhaltsangabe:

Roswitha Meili, eine junge Geschäftsfrau, hat sich vor einigen Monaten selbständig gemacht und ein Architekturbüro eröffnet. Unterstützt wird sie dabei von ihrer Jugendfreundin Klara Spindler, die als Sekretärin amtet, und der Raumpflegerin Barbara Weibel, die als „gute Fee“ des Hauses gilt. Doch die Geschäfte laufen alles andere als wunschgemäss. Besonders dem Grossindustriellen Franz Sutter und dem Börsenmakler Konrad Flückiger ist Roswitha Meili ein Dorn im Auge und deshalb versuchen sie alles um ihre Geschäfte zu boykottieren. Auch Stadtpräsident Fritz Weber ist ihr wenig behilflich. Webers Ansichten über die Frauen sind klar, für ihn gehören Frauen immer noch an den Herd und nicht in die Geschäftswelt der Männer.

In der Not erfindet Roswitha Meili eine imaginäre Person, den Architekten Hannibal Schmidt, der nun als Partner im Büro Einzug hält. Plötzlich zeigen sich die Kunden interessiert an den Plänen von Roswitha Meili, die ihre eigenen Ideen als diejenigen von Hannibal Schmidt präsentiert. In der Öffentlichkeit wird die erfundene Person schon bald als der „tolle Hannibal“ bekannt. Immer mehr drängen die neuen Kunden darauf, den Stararchitekten persönlich kennen zu lernen und so bleibt Roswitha nichts anderes übrig, als selbst in die Haut von Hannibal zu schlüpfen und sich als Mann auszugeben. Dies führt zu allerhand Verwirrungen und kuriosen Handlungen. Besonders da sich das Fotomodell Jacqueline Schmid stark für Hannibal interessiert.

Bühnenbild:

Büro von Roswitha Meili, die als Architektin tätig ist, irgendwo in einer deutschen Grossstadt. Auf der linken Seite steht der Schreibtisch der Sekretärin, auf der rechten Seite derjenige von Roswitha Meili. Ebenfalls auf der rechten Seite befindet sich eine Polstergruppe oder ein Sofa, am besten an der Rückwand. Die Kulisse sollte drei Türen aufweisen. Die linke Türe führt in die Archivräume, die rechte Türe in die Privaträume von Roswitha Meili und die hintere Türe dient als Ein- und Ausgang. Einrichtung nach Gutdünken der Regie, zwei Computer und zwei Telefone sind notwendig.

 

 

 

 

Hansi uf em Tannebaum

Art des Stücks:

Lustspiel in einem Akt (Spieldauer rund 40 Minuten)

Autor:

Martin Willi

Aufführungsrechte:

Breuninger Verlag, Aarau - 062 824 42 34

Personen:

3 Herren / 4 Damen

Zeit:

Gegenwart

Ort der Handlung:

Gartenwirtschaft

Inhaltsangabe:

Viele Jahre hat der Einsiedler Hansi in einem Baumhaus auf einem Tannenbaum gelebt. Dieser befand sich auf dem Guggishorn. Jetzt, da er etwas älter geworden ist, bewohnt er eine bescheidene Hütte in der Nähe des Berggasthauses „Ochsen“. Sehr zum Missfallen der Ochsenwirtin Therese, die seine Hütte als Schandfleck betrachtet und dies als Grund für die ausbleibenden Touristen sieht. Daher bittet sie die Gemeinderätin Marisa Hurter, dafür zu sorgen, dass Hansi seine Hütte verlässt. Doch dies ist leichter gesagt als getan, denn Hansi entpuppt sich mit Hilfe seines Freundes Guschti, einem waschechten Landstreicher, als hartnäckiger Widersacher. Da muss gröberes Geschütz aufgefahren werden, und Rita, die extravagante Schwester von Hansi soll ihn in ein Heim versorgen. Ob dies gelingt, und warum der Briefträger Seppli sich so oft im Gasthaus aufhält, das bleibt zunächst ein Geheimnis. Geheimnisvolles unternimmt aber auch Rosi, die Tochter von Therese. Was treibt sie bloss des Nachts bei der grossen Wettertanne?

Bühnenbild:

Auf der linken Seite der Bühne steht das Berggasthaus „Ochsen“, davor die Gartenwirtschaft. Das Wirtshaus sollte einen Eingang haben, sowie Fenster zum öffnen. Im Hintergrund ist eine Berglandschaft zu sehen, von dort ist auch der Aufstieg aus dem Dorf zum Gasthaus. Auf der rechten Bühnenseite steht eine alte Wettertanne. Daneben steht eine kleine Hütte mit der Aufschrift „Nimm dir Zeit fürs Leben“. Die Hütte ist sehr bescheiden, weist eine Türe und ein Fenster auf.





Honigmond

Art des Stücks:

Gesellschaftskomödie in zwei Akten (Spieldauer rund 90 Minuten)

Autor:

Gabriel Barylli, schweizerdeutsche Bearbeitung: Martin Willi

Aufführungsrechte:

Breuninger-Verlag, Aarau - 062 824 42 34

Personen:

3 Damen

Zeit:

Gegenwart, Schweizerdeutsche Bearbeitung 2003. Das Stück spielt am Valentinstag, sowie zwei Wochen später.

Ort der Handlung:

Altstadtwohnung in Laufenburg

Inhaltsangabe:

Jennifer Pfister ist Psychologin und Linda Huggel arbeitet als Sekretärin in einer Werbeagentur. Die beiden wohnen seit kurzem zusammen in einer Altstadtwohnung in Laufenburg und kommen gut miteinander aus - nur in Bezug auf Männer nicht. Während Jennifer seit Jahren ihrer verflossenen Liebe nachtrauert, hat sich Linda auf das Sammeln von Männern und das Ablehnen von Heiratsanträgen spezialisiert.

Kein Wunder, dass sich die beiden immer wieder in die Haare kriegen! Als Jennifer Linda die siebenjährige Ehe zwischen Manuel und Barbara Meili als leuchtendes Beispiel vor Augen halten will, klingelt es an der Tür: Die am Boden zerstörte Barbara. Ihr Ehemann hat sie mit seiner Sekretärin betrogen...!

Barbara zieht kurzerhand in der Frauen-WG ein und sorgt für weitere gesellschaftliche Konflikte. Jennifers Ex-Mann bittet um eine Verabredung, und dies ausgerechnet am Valentinstag - wenn das nur gut geht. Linda aber macht eine beachtliche Wandlung mit, und dies nicht nur psychisch, auch körperlich verändert sich Linda nicht ganz freiwillig...

Diese Gesellschaftskomödie besticht mit tiefgründigem Humor zum Thema „Männer“, ohne jedoch beleidigend zu wirken. Ein Stück, das zu Freudentränen rührt und gleichzeitig auch sentimental wirken wird.

Bühnenbild:

Ein spärlich eingerichtetes Wohnzimmer. Zwei Auf- und Abgänge: Einer als Ein- und Ausgang zur Wohnung und einer in Küche, Bad und Schlafzimmer. Auf der Bühne werden benötigt: Telefon mit Anrufbeantworter, erhöhte Liegecouch, imaginärer Spiegel, zwei Stühle; sowie ein Regal mit CD-Player, Getränken und Vase mit roten Rosen.





Hüt isch Sälbschtbedienig

Art des Stücks:

Komödie in zwei Akten (Spieldauer rund 55 Minuten)

Autor:

Martin Willi

Aufführungsrechte:

Breuninger Verlag, Aarau - 062 824 42 34

Personen:

3 Herren / 4 Damen / Je nach Wunsch der Regie können noch einige Statisten (Zugsreisende, Restaurantgäste) eingebaut werden.

Zeit:

Gegenwart, verfasst im Jahre 2002

Ort der Handlung:

irgendwo in einem grossen Schweizer Bahnhof

Inhaltsangabe:
Seit einigen Jahren betreibt die Wirtin Sybille Guthauser das Restaurant „Kiwi“, das sich in einem grossen Schweizer Bahnhof befindet. Das „Kiwi“ ist kein gewöhnliches Restaurant, es befindet sich in einem Zelt, und es ist stark von Sybilles Träumen geprägt, die sich nach der fernen Welt Neuseelands und etwas mehr Menschlichkeit sehnt.

Das Zeltrestaurant ist Treffpunkt von verschiedenen, sehr unterschiedlichen Personen. So treffen sich beispielsweise jeden Morgen um acht Uhr der stellenlose Arzt Dr. Peter von Arx, der Clochard Kurti und der Tierpfleger Fritz Widmer, der im städtischen Zoo für die gefährlichen Tiere zuständig ist. Aber auch das Callgirl Corinne ist ein regelmässiger Gast, ebenso wie die Studentin Fabienne. Bedient werden die Gäste von der fröhlichen, stets freundlichen Serviertochter Uschi.

Alles nimmt seinen gewohnten Gang bis zu dem Morgen als plötzlich alles ganz anders ist. Am Eingang des Zeltrestaurants hängt das Schild „Hüt isch Sälbschtbedienig“ und von der Wirtin und der Serviertochter fehlt jede Spur. Wo sind sie wohl geblieben, ob sie wohl einem Verbrechen zum Opfer gefallen sind? Kurzentschlossen übernimmt Corinne das Zepter im Restaurant, dies tut sie so gekonnt und charmant, dass Fritz sie umschwärmt, was wiederum Fabienne nicht gefällt, die schon lange ein Auge auf Fritz geworfen hat. Das Stück könnte so oder ähnlich auf jedem Bahnhof passieren.

Bühnenbild:
Das Restaurant Kiwi ist ein kleines Zelt, in dem sich einige kleine runde Bistrotische befinden. Als Einrichtungsgegenstände werden ein Buffet (dahinter geht es in die Küche) sowie mehrere künstliche Pflanzen und Tiere benötigt, die in Neuseeland vorkommen. An den Wänden hängen verschiedene Landschaftsbilder Neuseelands. Optimal wäre es, wenn wirklich ein kleines Zelt auf die Bühne gestellt werden könnte. Ansonsten kann natürlich das Bühnenbild auf verschiedene Arten realisiert werden. Die Einrichtung erfolgt nach Gutdünken der Regie. Einerseits soll die typische Bahnhofsatmosphäre vermittelt werden, andererseits die Sehnsucht nach einer fremden fernen Welt.




 

Ignatius, Bauernkaiser von Laufenburg

Art des Stücks:

Freilichttheater, verfasst für das 800jährige Jubiläum der Städte Laufenburg am Rhein (Spieldauer rund 100 Minuten)

Autor:

Martin Willi

Aufführungsrechte:

Martin Willi, Rhypark 8, 5080 Laufenburg - 079 329 19 33

Personen:

Rund 35-40 Textrollen, sowie ca. 20-25 Statisten

Zeit:

zwischen 1618 und 2207

Ort der Handlung:

Laufenburg am Rhein

Inhaltsangabe:
1207 bis 2007: 800 Jahre Stadt Laufenburg, ein grenzüberschreitendes Ereignis, denn seit 1802 ist die einst gemeinsame Stadt durch den Rhein als Staatsgrenze getrennt. In jüngster Vergangenheit jedoch sind die Menschen der Städte Laufenburg wieder vermehrt zusammen gewachsen, zwei Länder - eine Stadt, ein Motto das Zukunft haben wird.

Das hier vorliegende Werk eines Freilichttheaters entführt das Publikum in das Laufenburg während des Dreissigjährigen Krieges von 1618 bis 1648, sowie in die Nachkriegszeit bis ins Jahre 1660 als in Laufenburg das Kapuzinerkloster an den Kapuzinerorden übergeben wurde. Fricktal war Kriegsschauplatz und Laufenburg wurde mehrmals zwischen den schwedischen, kaiserlichen und schliesslich französischen Truppen hin- und hergerissen. Die Menschen litten unter Hunger, Pest, Plünderungen und Gewalt.

Erzählt wird die Geschichte des Paters Ignatius Eggs, der eine wichtige Funktion bei der Realisation des Kapuzinerklosters in Laufenburg inne hatte. Die Grundsteinlegung für das Kloster war am 14. Juni 1652, die Aufrichtung des Kreuzes erfolgte zwei Jahre später. Am 4. April 1660 fand die Übergabe der Kirche und des ganzen Klosterkomplexes an die Kapuziner durch den Basler Weihbischof Thomas Heinrich statt. Nebst der Tätigkeit um das Kapuzinerkloster soll Pater Ignatius auch eine bedeutende Rolle im Kampf der Untertanen und Bauern gegen die Besetzer der Stadt Laufenburg gehabt haben. Ignatius Eggs wird hier in diesem Werk als Bauernkaiser tituliert. Einen Bauernkaiser soll es während des Dreissigjährigen Krieges tatsächlich gegeben haben, ob es aber wirklich Ignatius Eggs war, das sei dahingestellt. Auch die Autorin Petra Gabriel nennt Eggs in ihrem Roman „Die Gefangene des Kardinals“ als Bauernkaiser, weist aber ebenfalls darauf hin, dass dies nicht erwiesen sei. Vor allem aufgrund seines Jahrgangs erscheint es mir persönlich nicht realistisch, dass Pater Ignatius der Bauernkaiser war, dennoch nimmt er hier in diesem Werk diese Rolle ein.

Was die geschichtlichen Ereignisse betrifft halte ich mich weitgehend an die erwiesenen Fakten und Tatsachen, wie diese überliefert wurden, wobei in den Details Ergänzungen und Ausschmückungen vorgenommen wurden, die urkundlich nicht belegbar sind. Vieles ist reine Fiktion, vielleicht aber trifft diese Fiktion mit der Wahrheit in manchen Dingen überein. Was wissen wir denn schon ganz genau wie es war vor fast vierhundert Jahren...

Nebst all den dramatischen Ereignissen soll dem Zuschauer aber auch Freude und Liebe gezeigt werden, auch wenn die Liebe nicht immer von einem glücklichen Ende gesegnet ist. So auch die Liebe von Pater Ignatius zu Magdalena, einem einfachen Mädchen aus Klein Laufenburg.

Das Stück beginnt jedoch nicht in der Vergangenheit während des Dreissigjährigen Krieges sondern in der Zukunft, ein Wechselspiel zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft soll die Zuschauer nicht nur unterhalten, sondern auch zum Nachdenken anregen...

Noch ein Wort zur angewandten Sprache: das Stück wurde in einem einheitlichen Schweizerdeutsch verfasst. Also alle Figuren (Laufenburger, Franzosen, Schweden etc.) sprechen in der gleichen Sprache. Auch auf die im 17. Jahrhundert, selbst in der Familie oder unter Freunden, übliche Sieform, habe ich der Einfachheit halber verzichtet. Dies aus Gründen der Verständlichkeit für Spieler wie auch für Zuschauer.

Bühnenbild:
Die Bühne sollte so entworfen sein, dass schnelle Bildwechsel möglich sind.



 

 

Igor - der bekannte Unbekannte

Art des Stücks:

Komödie in zwei Akten (Spieldauer rund 120 Minuten)

Autor:

Martin Willi (Dieses Stück ist die schriftdeutsche Fassung des Originals „Panik i de Rathuusgass“)

Aufführungsrechte:

CANTUS Verlag, Batschenhoferstrasse 37, D-73569 Eschach

Personen:

5 Herren / 7 Damen

Zeit:

Gegenwart, verfasst im Jahre 2004

Der erste Akt spielt an einem Montag, der zweite Akt am Dienstag.

Ort der Handlung:

Rathausgasse einer Grossstadt in Deutschland.

Inhaltsangabe:

Das Rathauscafé in der Rathausgasse einer Deutschen Grossstadt ist Ort der turbulenten Handlung. Die Abgeordneten des Landtages tagen während einer Woche mit dem Ziel, ein neues Leitbild für das Bundesland zu entwerfen. Doch bereits am ersten Tag der Session kommt es im Landtag zu Auseinandersetzungen zwischen den Abgeordneten Kurt Jordi und Brigitte Larsen. Es geht um einen Gesetzesentwurf von Dr. Hans von Grafenried, seines Zeichens Präsident einer mittelgrossen Partei. Dessen Parteisekretär Peter Kesselring versucht ihn zu erreichen, doch vergeblich, denn Hans von Grafenried vergnügt sich lieber mit den „leichten“ Mädchen Maleika Call und Angela Me, als sich mit unnötigen politischen Diskussionen herumzuschlagen.

So kommt es, dass Kesselring den Politiker im Rathauscafé aufspürt und ihn von Maleika und Angela wegholen will, um Schlimmeres im Rathausgebäude zu verhindern. Zeuge davon werden die Wirtin Christine Hürzeler, der Stammgast und Clochard Gustav Kleiber und die Kioskfrau Lisa Probst. Dieser Eklat ist aber erst der Beginn von noch viel ereignisreicheren Taten.

So stellt die Tochter der Wirtin, Verena Hürzeler, ihren neuen Freund Igor Popov vor, der offensichtlich aus dem Ostblock stammt. Dieser entpuppt sich zunächst als Bauunternehmer, dann als Mafiaboss, und schliesslich als Zuhälter. Ein gefundenes Fressen für die Journalistin Sybilla von Grafenried, die just in dem Moment in das Rathauscafé kommt, als Popov dem Politiker Von Grafenried, der natürlich Sybillas Vater ist, einen mysteriösen Briefumschlag zusteckt. Schon steht in der nächsten „Bild“: „Korrupter Politiker nimmt Schwarzgeld von Drogendealer“. Der Auftakt zu kaum noch endenden Verwirrungen und Irrungen... Immer mehr dreht sich alles um Igor, der zwar allerseits bekannt, aber dennoch unbekannt ist.

Bühnenbild:

Auf der linken Seite befindet sich das Gartenrestaurant des Rathauscafé mit etwa drei Tischen und Stühlen sowie Buffet. Auf der rechten Seite steht ein kleiner Kiosk. An der hinteren Bühnenseite steht, eventuell nur angedeutet, ein Haus mit roter Lampe am Fenster.




 

Immer wenn die Krähe ruft

Art des Stücks:

Kriminalstück in fünf Akten (Spieldauer rund 100 Minuten)

Autor:

Martin Willi

Aufführungsrechte:

Theaterverlag Marabu, Zürich - 044 382 24 27

Personen:

4 Herren / 5 Damen

Zeit:

Zeitlos, verfasst im Jahre 2002

Ort der Handlung:

Die Villa von Lord Miller, die in einer einsamen Gegend am Waldrand liegt.

Inhaltsangabe:

Irgendwo in einer einsamen Gegend am Waldrand liegt die luxuriöse Villa des englischen Millionärs Lord Miller. Dieser ist vor über 30 Jahren in die Schweiz gekommen und lebt hier abgeschieden von der Zivilisation. Er hat nur wenig Kontakt zur Aussenwelt. Die einzigen Personen, die er um sich duldet sind die Hausangestellte Dorothee, der Diener Peter und der stumme Gärtner Müller-Meier. Zudem gibt es des Öfteren Besuch von einer jungen hübschen Dame, von Adeline Stiftner, die offenbar die Geliebte des Lords ist.

Eines Morgens ruft in der Nähe des Hauses eine Krähe, dies tut sie so laut, dass die Hausangestellte Dorothee erwacht. Im Wohnzimmer findet sie die Leiche des Lords mit einem Messer im Rücken. Als jedoch die Polizistin Ode und der Arzt Kinski eintreffen ist die Leiche spurlos verschwunden. Eine mysteriöse Angelegenheit. Wer ist der Mörder oder die Täterin, oder gab es gar keinen Mord?

Am gleichen Tag stirbt die Hausangestellte Dorothee unter merkwürdigen Umständen, und wieder krähte zur Tatzeit eine Krähe! Es sollte nicht der letzte Todesfall sein. Auch die Schwester von Lord Miller, die eigens aus England anreist, und die Nachbarin Klothilde Tüchner werden Opfer eines unbekannten Täters. Beide Male war wieder die Krähe zu hören.

Bühnenbild:

In allen drei Akten: Das Wohnzimmer von Lord Miller, luxuriös ausgestattet. In der Mitte steht ein Tisch mit mehreren Stühlen, darüber hängt ein Kronleuchter. Hinten an der Wand eine grosse Standuhr. Türen nach links in die Schlafräume, nach rechts in Küche und Bad, hinten ist der Eingang. Weitere Einrichtung nach Gutdünken der Regie.





Kei Platz für Liebi

Art des Stücks:

Komödie in zwei Akten (Spieldauer rund 110 Minuten)

Autor:

Anthony Marriott und Bob Grant (Originaltitel „No Room for Love“), Neubearbeitung durch Martin Willi

Aufführungsrechte:

Breuninger Verlag, Aarau - 062 824 42 34

Die vorliegende Bearbeitung ist nicht im Verlag erhältlich.

Personen:

3 Herren / 7 Damen

Zeit:

Gegenwart, an einem Samstagabend im Spätsommer. Neubearbeitung des Stücks im Jahre 2006.

Ort der Handlung:

Im Hotel Schweizerhof in Laufenburg, anlässlich einer Musikfestwoche.

Inhaltsangabe:

Das altehrwürdige Hotel Schweizerhof in Laufenburg hat schon bessere Zeiten gesehen, aber diese liegen schon viele Jahre zurück. Trotz seiner Baufälligkeit hat es den Charme seiner früheren Tage bewahrt. Geleitet wird das Hotel von der jungen Direktorin Katharina Fischer. Diese hat das Hotel von ihrem Onkel geerbt, obwohl sie eigentlich gar kein grosses Interesse am Hotelierleben hat. Viel lieber würde sie eine Weltkarriere als Erfinderin von Parfüms machen. In ihrer Freizeit hat sie bereits einige neue Parfümdüfte kreiert, die sie nun zum überdecken des abgestandenen Geruchs der Teppiche und Gardinen benötigt. Ihre rechte Hand im Hotel ist ihre etwas tollpatschige Tante Therese, die erstens nicht gerne arbeitet und zweitens vor allem auf das Trinkgeld der Gäste aus ist. Auch das Zimmermädchen Dora Hugentobler scheint nicht sonderlich von ihrer Arbeit angetan und ist für Katharina und Therese nur ein notwendiges Übel.

Meist beherbergt das Hotel lediglich einzelne Touristen. Da aber zur Zeit eine Musikfestwoche stattfindet, ist das Hotel bis zum letzten Bett ausgebucht. Es sind aber nicht nur Musikanten wie zum Beispiel der Hornist Hubert Jäger mit seiner Ehefrau Rosa, die im Hotel logieren. Auch Georg Gabathuler, Arzt aus Zürich, hat hier ein Doppelzimmer gebucht. Aber nicht etwa mit seiner Ehefrau, sondern mit seiner jungen und hübschen Sprechstundenhilfe Michèle Hübscher, mit der er so gerne ein Verhältnis hätte. Seine Gattin wähnt er weit weg, während diese glaubt, ihr Mann spiele in Klosters Golf. Da aber eine Harfenistin des Festivals erkrankt ist, wird eine Stellvertretung im Hotel einlogiert. Diese Stellvertretung ist keine andere als Eva Gabathuler, die Frau von Georg! Auch das frisch vermählte Paar Hansruedi und Annemarie Schmid wollen auf ihrer Ferienreise im Hotel die sehnsüchtig erwartete Hochzeitsnacht verbringen. Das Schicksal nimmt seinen Lauf: Es sind mehr Reservationen vorhanden als Zimmer. Die Hoteldirektorin ist überfordert und schaukelt zusammen mit Therese und Dora die Situation allmählich ins Chaotische hoch...

Bühnenbild:

Erste Etage des Hotels Schweizerhof. Auf der rechten Seite ist ein Korridor, von dem zur Rampe hin nach rechts der Eingang zum Lift abgeht. Dahinter rechts die Türe zum Zimmer 18. Der Korridor geht weiter nach hinten, wo Zimmer 12 zu sehen ist und dann nach rechts ins Off, wo sich Zimmer 11 befindet. Der Raum wird beherrscht durch Zimmer 12a (alias 13), der „Hochzeits-Suite“, zu der die Türe vom Korridor nach links abgeht. In Zimmer 12a gibt es ein Doppelbett (darüber eine Hängelampe), ein Nachttisch mit Wasserkaraffe und Glas, ein Wandtelefon, ein Stuhl und ein Papierkorb. Vom Zimmer 12a aus führt eine Balkontüre auf einen die gesamte Etage umlaufenden Balkon. Auf der linken Seite befinden sich die Türen zum Badezimmer und in die Garderobe. Die Hochzeits-Suite hat keine Türnummer. Es gibt Lichtschalter über dem Bett und an der Eingangstüre zu Zimmer 12a. Vor der gesamten Front des Bühnenbildes deutet ein mottenzerfressener Läufer an, dass der Korridor rechtswinklig nach links weitergeht. Am Ende des sichtbaren Teils dieses Läufers ist die Türe zu Zimmer 14. Der Läufer geht links ins Off. Am hinteren Ende des Korridors sieht man ein Schild mit der Aufschrift „Treppe und Notausgang“. Ein ähnliches Schild mit der Aufschrift „Bad und Toilette“ zeigt nach links in den verschwindenden Korridor.

 

 

 

 

Matto regiert

Art des Stücks:

Kriminalstück mit Musik und Gesang in zwei Akten (Spieldauer rund 100 Minuten)

Autor:

Martin Willi, frei nach dem gleichnamigen Roman von Friedrich Glauser

Aufführungsrechte:

Theaterverlag Marabu, Zürich - 044 382 24 27

Personen:

7 Herren / 7 Damen

Zeit:

Gegenwart, verfasst im Jahre 2008. Die Handlung spielt innerhalb von drei Tagen, es ist September.

Ort der Handlung:

Die Psychiatrische Klinik „Himmelsfrieden“, irgendwo in der Schweiz.

Inhaltsangabe:

Eine Psychiatrische Klinik, irgendwo in der Schweiz: Der Direktor ist verschwunden, der Patient Hansjörg Pieterlen, ein Kindsmörder, ausgebrochen. Der Polizeibeamte Jakob Studer, ein ehemaliger Kommissar, der in einem Fall von Wirtschaftskriminalität einem hohen Tier auf die Zehen trat, und deswegen wieder zum Wachtmeister degradiert ist, blickt hinter die Kulissen psychiatrischer Theorien und Therapien. Er versucht nicht nur einem Verbrechen auf die Spur zu kommen, sondern tritt auch eine Reise in die Grenzregionen von Vernunft und Irrationalität an, die keineswegs immer so klar voneinander zu trennen sind - Matto, der Geist des Wahnsinns, regiert überall und spinnt seine silbernen und auch bunten Fäden. Aber es ist nicht nur Matto, der offenbar in einer kleinen Mansarde auf dem Dachboden haust, der den Patienten und Patientinnen Angst einflösst, sondern auch Nyx, die griechische Göttin der Nacht und der Finsternis.

Im Gegensatz zum Roman von Friedrich Glauser, der die Handlung in den Zwanziger Jahren des 20. Jahrhunderts angesiedelt hat, spielt das Theaterstück in der Gegenwart. Autor Martin Willi hat die Handlung des Romans (erschienen 1936 im Limmat Verlag, Zürich) in weiten Teilen originalgetreu übernommen, einige Personen jedoch weggelassen, andere hingegen sind dazu gekommen.

Bühnenbild:

Das Bühnenbild soll jeweils so einfach wie möglich dargestellt werden, damit ein schneller Umbau gewährleistet ist, der Regie und deren Fantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt.

Die Handlung spielt im Büro von Dr. Laduner, im Aufenthaltsraum, im Heizungskeller, im Park der Klinik und im Schlafzimmer von Jakob Studer.

 

 

 

 

Meischterspion Fischer

Art des Stücks:

Komödie in zwei Akten (Spieldauer rund 120 Minuten)

Autor:

John Chapman und Michael Pertwee, Dialektfassung von Peter Sporrädli, Neubearbeitung: Martin Willi

Aufführungsrechte:

Breuninger Verlag, Aarau - 062 824 42 34

Die vorliegende Bearbeitung ist nicht im Verlag erhältlich.

Personen:

2 Herren / 5 Damen

Zeit:

Gegenwart, Neubearbeitung im Jahre 2004.

Das Stück spielt innerhalb von wenigen Stunden an einem Sommertag.

Ort der Handlung:

Kombiniertes Wohnzimmer und Büro von Manfred Fischer in einer mittelgrossen Schweizer Stadt.

Inhaltsangabe:

Manfred Fischer hat Geburtstag, doch dies ist kein Grund zur Freude. Sein Geschäft mit russischen Autos läuft schlecht. Seine Frau will ihn verlassen, und seiner Geliebten hat er soeben den Laufpass gegeben. In dieser Stimmung erreicht ihn ein Brief der SIS, der Swiss-Industry-Security. Er soll einen Überläufer, Codename „Erlkönig“, empfangen und ihn mitsamt seiner strenggeheimen Dokumente einem Leiter der SIS übergeben. Zwecks Geheimhaltung habe die Wohnung leer zu sein. Hier jedoch beginnen für unseren „Meister-Spion“ die Schwierigkeiten. Das Flugzeug seiner Frau kann nicht starten, seine Geliebte will sich nicht abschieben lassen und ein knapp bekleidetes Geburtstagsgeschenk möchte ihm vorsingen. So ist es nicht verwunderlich, dass der Mann der SIS an der Art und Weise wie Manfred seine Anweisungen befolgt, keine Freude hat.

Bühnenbild:

Auf der linken Seite steht ein Bürotisch mit Stuhl, Telefon und Gegensprechanlage. Dahinter ist eine Türe, dort geht es in das Schlafzimmer und das Bad, sowie in das Gästezimmer. Hinten links ist eine Balkontüre, vom Balkon geht es auf die Dachterrasse. Rechts vorne befindet sich der Eingang zur Wohnung. Auf der rechten Seite steht ein begehbarer Schrank. An der hinteren Wand befindet sich eine Bar, ein Garderobenständer und ein Sofa. Hinten rechts geht es in die Küche.

Abseits der Bühne steht eine Gegensprechanlage, die beleuchtet werden kann. Von dort meldet sich jeweils Kathrin.



 

 

Panik i de Rathuusgass

Art des Stücks:

Komödie in zwei Akten (Spieldauer rund 110 Minuten)

Autor:

Martin Willi

Aufführungsrechte:

Breuninger Verlag, Aarau - 062 824 42 34

Personen:

5 Herren / 7 Damen

Zeit:

Gegenwart, verfasst im Jahre 2003

Der erste Akt spielt an einem Montag, der zweite Akt am Dienstag.

Ort der Handlung:

Rathausgasse einer Deutschschweizer Grossstadt.

Inhaltsangabe:

Das Rathauscafé in der Rathausgasse einer Deutschschweizer Grossstadt ist Ort der turbulenten Handlung. Die Grossräte tagen während einer Woche mit dem Ziel, ein neues Leitbild für den Kanton zu entwerfen. Doch bereits am ersten Tag der Session kommt es im Rat zu Auseinandersetzungen zwischen den Grossräten Kurt Jordi und Brigitte Larsen. Es geht um einen Gesetzesentwurf von Nationalrat Dr. Hans von Grafenried. Dessen Parteisekretär Peter Kesselring versucht ihn zu erreichen, doch vergeblich, denn Dr. von Grafenried vergnügt sich lieber mit den „leichten“ Mädchen Maleika Call und Angela Me, als sich mit unnötigen politischen Diskussionen herumzuschlagen.

So kommt es, dass Kesselring den Nationalrat im Rathauscafé aufspürt und ihn von Maleika und Angela wegholen will, um Schlimmeres im Rathausgebäude zu verhindern. Zeuge davon werden die Wirtin Christine Hürzeler, der Stammgast und Clochard Guschti Kliber und die Kioskfrau Lisa Probst. Dieser Eklat ist aber erst der Beginn von noch viel ereignisreicheren Taten.

So stellt die Tochter der Wirtin, Vreneli Hürzeler, ihren neuen russischen Freund Igor Popov vor. Dieser entpuppt sich zunächst als Bauunternehmer, dann als Mafiaboss, und schliesslich als russischer Zuhälter. Ein gefundenes Fressen für die Journalistin Sybilla von Grafenried, die just in dem Moment in das Rathauscafé kommt, als Popov dem Nationalrat Von Grafenried, der natürlich Sybillas Vater ist, einen mysteriösen Briefumschlag zusteckt. Schon steht im nächsten „Blick“: „Korrupter Nationalrat nimmt Schwarzgeld von Drogendealer“. Der Auftakt zu kaum noch endenden Verwirrungen und Irrungen...

Bühnenbild:

Auf der linken Seite befindet sich das Gartenrestaurant des Rathauscafé mit etwa drei Tischen und Stühlen sowie Buffet. Auf der rechten Seite steht ein kleiner Kiosk. An der hinteren Bühnenseite steht, eventuell nur angedeutet, ein Haus mit roter Lampe am Fenster.



 

 

Schellen-Ursli

Art des Stücks:

Volksstück in zwei Akten (Spieldauer rund 55 Minuten)

Autor:

Martin Willi - nach den Kinderbüchern „Schellen-Ursli“ und „Flurina“

Aufführungsrechte:

Orell Füssli Verlag, Zürich - 044 466 77 11

Personen:

2 Herren / 6 Damen / 18 Kinder

Zeit:

Gegenwart, zur Zeit des Chalandamarz (1. März), das Theaterstück wurde verfasst im Jahre 2003.

Ort der Handlung:

Ein kleines idyllisches Dorf im Engadin.

Inhaltsangabe:

Ursli lebt mit seinen Eltern und seiner älteren Schwester Flurina in einem kleinen idyllischen Dorf im Engadin. Jedes Jahr am 1. März wird hier nach einer alten Tradition das Chalandamarz gefeiert, um die bösen Geister des Winters und den Schnee zu vertreiben.

Schon seit vielen Jahren ist es der Brauch, dass alle Knaben die keine eigene Glocke haben, am Vortag des Chalandamarz bei Gian Camenisch die Glocken für den Umzug abholen. Die grössten und stärksten Knaben erhalten die grössten Glocken, so will es die Tradition. Und am Morgen des 1. März ziehen alle Knaben in blauen Hemden durch die Strassen und Gassen des Dorfes um den Winter zu vertreiben, aber auch um von den Bewohnern und Touristen Süssigkeiten, Geldstücke und Spielsachen zu sammeln.

Dieses Jahr will Ursli unbedingt an der Spitze des Umzuges sein. Deshalb will er als erster die Glocke bei Onkel Gian abholen, was ihm aber die anderen Dorfknaben vereiteln wollen und es auch tun. Ursli bekommt nur noch eine kleine Schelle und die Dorfknaben hänseln ihn mit „Schellen-Ursli“. So kann er nicht an den Umzug gehen. Plötzlich kommt ihm die grosse Kuhglocke auf dem Maiensäss in den Sinn. Zusammen mit Flurina und seiner Cousine Andrea macht er sich durch den Schnee hinauf ins tief verschneite Maiensäss. Ob es ihm gelingen wird rechtzeitig mit der Glocke am Umzug zu sein?

Das Theaterstück nach dem Kinderbuch von Selina Chönz und Alois Carigiet ist für Kinder und Erwachsene gleichermassen als Zuschauer geeignet und entführt das Publikum in eine faszinierende und immer wieder spannende Geschichte.

Bühnenbild:

Schulzimmer 1/1, 1/8, 2/6

Am Dorfbrunnen 1/2, 1/4, 2/2, 2/3, 2/4, 2/7

Sitzplatz hinter Urslis Haus 1/3, 1/6, 2/1, 2/5

Vor dem Haus von Onkel Gian 1/5

Vor und im Maiensäss 1/7

1/1 bedeutet 1. Akt, 1. Szene usw.

Von Vorteil ist es, wenn die einzelnen Bühnenbilder so einfach wie möglich dargestellt werden, um einen schnellen Umbau zu ermöglichen.



 

 

Schwarz auf Weiss

Art des Stücks:

Eine tierisch-menschliche Satire in zwei Akten (Spieldauer rund 140 Minuten)

Autor:

Ephraim Kishon, Mundartfassung Theatergruppe Richterswil, Neubearbeitung Martin Willi

Aufführungsrechte:

Teaterverlag Elgg, Belp - 031 819 42 09

Die vorliegende Bearbeitung ist nicht im Verlag erhältlich.

Personen:

5 Herren / 7 Damen

Zeit:

Heute, Gestern und in alle Ewigkeiten...

Das Stück wurde von Ephraim Kishon 1956 verfasst, die Neubearbeitung erfolgte 2006.

Ort der Handlung:

Wohnloch der Familie Käsehoch, mit Ausnahme der letzten vier Szenen im ersten Akt, die in einer Mausefalle spielen.

Inhaltsangabe:

Ephraim Kishon hat in diesem Stück sein zwiespältiges Verhältnis zu den arabischen Juden verarbeitet. Diese Problematik wird in Form einer Fabel mit weissen und grauen Mäusen behandelt. Im Haus des Menschen leben zwei Mäusevölker, die grauen Feldmäuse, Familie Springinsfeld, und die weissen ehedem zahmen Mäuse, Familie Käsehoch. Natürlich hat der weisse Mäusevater Kasimir Käsehoch nichts gegen die „Grauen“ vom Parterre, sie sind ja fast so wie er, aber eben nur fast. Insgeheim verachten die weissen Mäuse die grauen Feldmäuse, die in dem unteren Stockwerk (=unterer Lebensstandard) leben. Die Vorurteile, die die weissen Mäuse haben, würden sie aber nie offen aussprechen, vielmehr äussern sie sich durch eine gewisse Überheblichkeit. Deshalb gerät auch die ganze Familie in arge Bestürzung, als die Tochter Knusperzahn, genannt Knuspi, ihrer Familie einen „Grauen“ als ihren Liebsten vorstellen will. Der charmante Outsider, der auch noch Schneeweiss heisst, haut mächtig auf den Putz um bei den Käsehochs Eindruck zu machen, jedoch kaschiert er damit nur sein mangelndes Selbstbewusstsein.

Aber eigentlich kämpfen Weisse und Graue mit denselben Problemen: dem Hunger und der Katze. Letztere, auch Satan genannt, macht beiden Familien das Leben buchstäblich zur Hölle. Ihr gigantisches Brüllen versetzt alle Mäuse regelmässig in Angst und Schrecken und so müssen sich Weisse und Graue letztendlich miteinander arrangieren. Weisse und Graue teilen aber nicht nur die selben Probleme. Ihr Glaube ist zwar recht unterschiedlich in der Ausübung, letztlich sind aber die Inhalte ihrer Religion sehr ähnlich. Beide glauben an den gleichen Gott, an den Menschen, der ihnen in seiner unsagbaren Güte den täglichen Käse gibt.

Eine witzig-tiefgründige Satire um Macht, Überleben, Rangordnung und dem stets latent vorhandenen Rassismus. Das Stück beinhaltet tiefgründigen Humor, subtil gezeichnete Charaktere und witzige Dialoge. Ein Stück, das auch viele Jahre nach seinem Verfassen aktueller ist denn je.

Bühnenbild:

Wohnloch der Mäuse: Treppenhaus, an der unteren Ecke einer Stufe befindet sich eine Öffnung. Sie führt in das Loch der Familie Käsehoch. Der Haupteingang vom Loch in das Treppenhaus ist dem Publikum zugekehrt. Das Innere des Loches ist bescheiden eingerichtet und betont die Armut seiner Bewohner. Es befinden sich darin: Tisch, Stühle, Tablett, Becher und ein Gummiball. Die so genannten Gegenstände haben nur annähernd die Gestalt, die ihnen der Mensch gegeben hat, in Wirklichkeit sind sie der Eigenart der Mäuse angepasst,

Mausefalle: Die Mausefalle hat die Form einer Halbkugel und steht vor einer gewaltig hohen Tür. Darüber hängt eine „Sonne“, deren Licht in seiner ganzen Stärke auf die Mausefalle fällt. In der Mausefalle hängt ein Riesenstück Käse.



 

 

S doppelte Lotti

Art des Stücks:

Heiteres Theaterstück in zwei Akten (Spieldauer rund 70 Minuten)

Autor:

Martin Willi, frei nach dem Roman „Das doppelte Lottchen“ von Erich Kästner

Aufführungsrechte:

Theaterverlag Marabu, Zürich - 044 382 24 27

Personen:

1 Herr / 3 Damen / 12 Kinder

Zeit:

Gegenwart, verfasst im Jahre 2005, es ist Sommer.

Ort der Handlung:

Wohnzimmer in Basel und Zürich, Ferienlager in Hasliberg, Stadtpark in Schaffhausen.

Inhaltsangabe:

Luisa lebt in Basel bei ihrem Vater, Lotti bei ihrer Mutter in Zürich. Sie sind Schwestern, sogar Zwillinge, doch davon wissen sie nichts. Denn ihre Eltern haben sich getrennt als die Kinder noch ganz klein waren. Um unnötigen Komplikationen aus dem Weg zu gehen, haben sie vereinbart, dass ein Mädchen beim Vater und eines bei der Mutter aufwächst.

Zehn Jahre leben Luisa und Lotti zufrieden und wissen nichts von ihrem heimlichen Glück. Doch dieser Sommer wird mit turbulenten Ereignissen das bisher wohl behütete Geheimnis lüften. Luisa und Lotti verbringen vier Wochen in einem Ferienlager in Hasliberg. Nichts voneinander ahnend treffen sie sich dort und zunächst entsteht eine richtige Feindschaft zwischen den Mädchen. Erst im Laufe des Lagers kommen sie sich näher und finden heraus, dass sie Zwillinge sind.

Das Ende des Lagers kommt immer näher und damit auch der schmerzliche Abschied. Da hat Luisa eine blendende Idee: Lotti und sie tauschen die Plätze! Lotti geht nach den Ferien als Luisa nach Basel, und Luisa reist als Lotti nach Zürich. Nun beginnen sich die Vorkommnisse zu überstürzen, denn Tom Brechbühl, der Vater der Mädchen, will wieder heiraten. Und dies ausgerechnet so eine junge aufgetakelte Frau, die vor allem eines will, das Geld des Schriftstellers Brechbühl.

Werden die Eltern den Tausch der Kinder erfahren? Können die Zwillinge die Heirat ihres Vaters verhindern? Gelingt es den Mädchen, die Familie wieder zu vereinen?

Der Kinderbuch-Klassiker „Das doppelte Lottchen“ von Erich Kästner liegt hier in einer dramaturgischen Neufassung vor, die beste Unterhaltung verspricht.

Bühnenbild:

Um einen möglichst schnellen Umbau zu ermöglichen sollten nur die notwendigsten Requisiten und Möbel vorhanden sein.

Wohnzimmer Basel: Bild 1, 10 - Schreibtisch mit Stuhl, Landschaftsbild an Wand

Wohnzimmer Zürich: Bild 2, 9, 13 - runder Tisch, zwei Stühle, modernes Bild an Wand

Waldlichtung: Bild 3, 5, 7 - angedeutete Bäume und Sträucher, Bänke etc.

Essraum: Bild 4 - grosser Tisch mit Bänken

Schlafzimmer: Bild 6, 8 - Bett, Tisch, zwei Stühle

Kinderzimmer: Bild 11 - zwei Hocker, evtl. Zwischenwand

Stadtpark Bild 12 - einige Bänke, Tische und zwei Stühle, Strauch



 

 

Spurlos verschwunden

Art des Stücks:

Kriminalstück in zwei Akten (Spieldauer rund 120 Minuten)

Autor:

Leslie Sands, deutsche Übersetzung Ursula Lyn, schweizerdeutsche Bearbeitung Martin Willi

Aufführungsrechte:

Deutscher Theaterverlag GmbH, Grabengasse 5, D-69469 Weinheim

Die schweizerdeutsche Bearbeitung ist nicht im Verlag erhältlich.

Personen:

3 Herren / 4 Damen

Zeit:

Zeitlos, die Uraufführung des Originals erfolgte 1959, die Schweizerdeutsche Bearbeitung wurde 2009 verfasst.

Es ist Spätsommer/Frühherbst.

Erster Akt: Freitagabend, sowie der darauf folgende Donnerstag.

Zweiter Akt: Donnerstagmittag eine Woche später, sowie der Morgen danach.

Ort der Handlung:

Ein ehemaliges Zollhaus in Kingsmead, Essex, England.

Inhaltsangabe:

Der Schriftsteller Howard Holt hat sich sein Leben sehr komfortabel eingerichtet. Seine Frau Olivia verlegt in London seine Bücher, während er selbst in seiner Dichterklause auf dem Land seine Geliebte empfängt. Julie Turner, die Geliebte, hat auch empfangen, ein Kind nämlich, und das passt Howard nun gar nicht in den Kram. Sein so argloses Leben scheint in Gefahr zu kommen.

Aber was so ein rechter Glückspilz ist, dem spielt das Leben die Bälle zu. Quietschende Bremsen in der Nacht, ein dumpfer Aufprall, eine Strassenlaterne - daraus vermag doch die Fantasie eines Schriftstellers etwas zu machen. Der Autounfall, bei dem Julie von Olivia überfahren wird, löst eine Kettenreaktion aus. Und starke kriminelle Energien. Howard lässt, von Olivia ungesehen, die Leiche verschwinden. Er zwingt seine Frau zum Schweigen, mit dem Hinweis, niemand würde ihr glauben, dass es ein Unfall war, sondern Mord aus Eifersucht.

Der schlaue Inspektor William Davies wittert jedoch die Wahrheit. Er stellt sich ein bisschen dumm und vergesslich an, was er aber in Wirklichkeit gar nicht ist. Ob er am Ende den Sumpf aus Lügen, Erpressung, Vertuschungen und Falschaussagen aufdecken kann? Vielleicht wissen ja die neugierige Nachbarin Abigail Cunningham, der Garagenbesitzer Jack Purdie oder die Hausangestellte Stella Dearing mehr als sie zugeben. Am Ende ist keiner mehr derjenige, der er am Anfang war. Falls er denn überlebt hat…

Bühnenbild:

Eleganter und modern eingerichteter Salon.

Rechts Eingang mittels Türe, ebenfalls rechts Abgang in Schlafzimmer, links Abgang in die Küche. Nach vorne ein Fenster auf die Strasse.

Notwendiges Mobiliar: kleines Sofa, Tisch mit zwei Stühlen, Kommode mit Bar. Einige Bilder, hinter einem davon verbirgt sich ein Safe.

 

 

 

 

Sterben Sie wohl, meine Liebe

Art des Stücks:

Kriminalstück in zwei Akten (Spieldauer rund 115 Minuten)

Autor:

Martin Willi

Aufführungsrechte:

Theaterverlag Marabu, Zürich - 044 382 24 27

Personen:

6 Herren / 9 Damen

Zeit:

Gegenwart, verfasst im Jahre 2006, es ist Sommer.

Die Handlung geschieht innerhalb von zwei Tagen.

Ort der Handlung:

Das Kreuzfahrtschiff „Seerose“ auf dem Rhein.

Inhaltsangabe:

Das Kreuzfahrtschiff „Seerose“ ist Ort dieser spannenden und unterhaltsamen Geschichte. In Basel erwartet Kapitän Hans-Joachim Kolpen eine überaus illustre Gästeschar zur viertägigen Kreuzfahrt nach Düsseldorf mit Zwischenhalt in Strassburg, Speyer, Mannheim, Königswinter und Köln. Eine Routinefahrt, doch schon kurz nach Abfahrt wird der Schiffscrew klar, dass diese Reise ganz anders sein wird als alle bisherigen. Dies auch bedingt durch die eigenartige Zusammensetzung der Reisenden.

Bereits vor dem ersten geplanten Halt in Strassburg kommt es zu einem Zwischenfall. Während der Willkommensrede des Kapitäns bricht die Touristin Klara Thomas zusammen. Ein Schwächeanfall? Nein, Mord, und in ihrer Hand hält sie ein Stück Papier mit den Worten „Sterben Sie wohl, meine Liebe“. Angst und Schrecken breitet sich aus, wer ist der Mörder oder die Mörderin? Wird es noch weitere Tote geben? Kurz darauf diagnostiziert Schiffsarzt Dr. Günther Bircher bei Jessica Nydegger einen Virus, der offenbar sehr ansteckend ist. Über das Schiff „Seerose“ wird die Quarantäne verhängt. Doch dies ist erst die Spitze des Eisberges. Während der Nacht werden alle Telefone der Reisenden gestohlen, auch die Funkverbindung des Schiffes wird durch eine Störung unterbrochen.

Jeder verdächtigt jeden, keiner kann sich sicher sein, wer ist das nächste Opfer...

Bühnenbild:

Der Salon des Schiffes „Seerose“. Links eine Bartheke, rechts eine kleine Sitzgruppe. Hinten an der Wand ein Regal mit Büchern, Zeitschriften etc.

Auf- und Abgänge: Von vorne durch das Publikum ins Schiffsinnere, von dort wieder hinaus ans Oberdeck. Nach hinten links in Diensträume wie Büro des Kapitäns etc., nach hinten rechts in die Kabinen der Reisenden.



 

 

Stilles Wasser

Art des Stücks:

Volksstück in fünf Akten (Spieldauer rund 100 Minuten)

Autor:

Martin Willi (Dieses Stück ist die schriftdeutsche Fassung des Originals „Am stille Wasser“)

Aufführungsrechte:

Plausus Theaterverlag, Kasernenstrasse 56, D-53111 Bonn

Personen:

5 Herren / 5 Damen

Zeit:

Gegenwart, verfasst im Jahre 2003.

Ort der Handlung:

Auf dem Bollhof

Inhaltsangabe:

Der Bollhof liegt idyllisch gelegen auf rund 1000 Metern über Meer, irgendwo in den Bergen Deutschlands. Durch das Land des Bollhofs fliesst der Fluss Lauen friedlich ins Tal. Hier lebt der Bauer Toni Affolter mit seiner Frau Barbara und seiner Tochter Rosi. Auch ein Knecht lebt und arbeitet auf dem Bollhof, obwohl es sich die Affolters eigentlich gar nicht leisten könnten. Aber Knecht Alfred Schütz diente schon Tonis Vater und gehört zum Bollhof wie der Fluss Lauen. In der ganzen Region nennt man den Bollhof auch „Hof am stillen Wasser“, weil der Lauen so still am Hof vorbeifliesst. Still und friedlich lebt es sich auf dem Bollhof, bis zu dem Tag als diese Geschichte beginnt...

Eines Morgens machen Frau Bürgermeister Ruth Kopp und Dr. Hans von Lippenhold, Ingenieur der Wasserwerke, der Familie Affolter ihre Aufwartung. Die Gemeinde und die Wasserwerke planen einen Stausee und dies ausgerechnet auf dem besten Grund und Boden von Toni Affolter. Dagegen wehren sich die Affolters, obwohl Tochter Rosi der Idee gar nicht so abgeneigt wäre. Könnte sie sich doch mit dem Geld für den Stausee endlich einmal hübsche Kleider und Schmuck kaufen. Denn Rosi hat ein Problem, sie liebt Robert Meienberger, Sohn des Tobias, Grossbauer auf dem Hornhof. Diesem gefällt es gar nicht, dass sich sein Sohn mit so einer billigen Bauerntochter abgibt. Die Affolters sind ihm sowieso schon lange ein Dorn im Auge. Schon seit Jahren stehen sich Affolters und Meienbergers feindselig gegenüber. Warum dies so ist, scheint keiner genau zu wissen. Auf alle Fälle unternimmt Tobias Meienberger alles um das Stausee-Vorhaben zu unterstützen.

Die Geschichte spitzt sich zu, doch Klothilde, eine geheimnisvolle Frau, die weiter oben in den Bergen wohnt, stellt sich auf die Seite der Affolters. Was wiederum Tobias Meienberger gar nicht behagt, besonders da sich seine Tochter Anita so gut mit Klothilde versteht.

Ob der Stausee realisiert wird? Hat die Liebe von Rosi und Robert eine Zukunft? Wer ist die geheimnisvolle Klothilde und warum hat Meienberger solche Angst vor ihr? Was weiss der Knecht Alfred über die Frau Bürgermeister, was sie verheimlichen will? Fragen über Fragen... Das Theater „Stilles Wasser“ wird bis zum überraschenden Ende keine unbeantwortet lassen.

Bühnenbild:

1./2. Akt: Wohnzimmer auf dem Bollhof. Drei Türen - eine nach links in die Schlafzimmer, eine nach rechts in die Küche und eine nach hinten als Ein- und Ausgang. Fenster nach hinten mit Sicht in die Berge. Tisch mit vier Stühlen muss vorhanden sein.

3.-5. Akt: Platz vor dem Bollhof. Links das Wohnhaus, rechts der Stall. Beide Gebäude müssen zugänglich sein. Hinten die Berge, auf dem Hofplatz befindet sich ein Brunnen, sowie eine Bank mit einem Tisch. Abgang hinten links in die Berge, hinten rechts ins Dorf.

Einrichtung nach Gutdünken der Regie.



 

 

Timm Thaler oder Das verkaufte Lachen

Art des Stücks:

Theaterschauspiel in zwei Akten (Spieldauer rund 80 Minuten)

Autor:

Martin Willi, frei nach dem gleichnamigen Roman von James Krüss

Aufführungsrechte:

Theaterverlag Marabu, Zürich - 044 382 24 27

Personen:

2 Herren / 3 Damen / 4 Knaben / 6 Mädchen

Zeit:

Gegenwart, verfasst im Jahre 2009. Die Handlung spielt innerhalb von wenigen Wochen im Sommer.

Ort der Handlung:

Timms Zuhause in Basel, ein kleiner Ort in den Bergen, ein Büro in Berlin, die Insel Aravanadi.

Inhaltsangabe:

Timm hat eine auffällige Art zu lachen, alle Herzen schmelzen buchstäblich. Das fällt auch Baron Lefuet (liest man den Namen von hinten, würde von Anfang an klar, mit wem man es zu tun hat) auf, und er setzt mit boshafter List seine Absicht in die Tat um, Timm sein Lachen abzukaufen. Für das Versprechen, in Zukunft jede Wette zu gewinnen, geht dieser auf den Handel ein. Tatsächlich bleibt Timm in den unmöglichsten Situationen Wettsieger. Zunächst gefällt ihm dies, doch schon sehr bald wird ihm bewusst, was für ein kostbares Gut er weggegeben hat. Von nun an drehen sich seine Gedanken nur noch um die Frage, wie er sein Lachen zurückgewinnen könnte. Er findet zwar geheimnisvolle Freunde, die ahnen oder sogar erkennen, was Timm passiert ist und ihm zu helfen versprechen. Aber der Baron ist so mächtig, vor allem auch allgegenwärtig, dass alle Versuche schon im Ansatz scheitern. Natürlich findet die Geschichte schliesslich ihr Happyend, auch wenn Timm am Ende mittellos wie zu Beginn dasteht, dafür wieder mit seinem alle Barrieren überwindenden Lachen.

Bühnenbild:

Timms Zuhause in Basel: ein Garten mit Stühlen und Tisch. / Ein kleiner Ort in den Bergen: Hütte mit Bank. / Ein Büro in Berlin: Schreibtisch mit Stuhl. / Die Insel Aravanadi: Felsen, Gestrüpp.

Während allen Szenen steht rechts neben der Bühne ein kleines Podest, auf dem sich das Büro des Barons befindet, somit ist der Baron allgegenwärtig.

 

 

 

 

Totalschaden

Art des Stücks:

Tragikomödie in zwei Akten (Spieldauer rund 110 Minuten)

Autor:

Eric Schneider, deutsche Übersetzung Ernst A. Klusen, schweizerdeutsche Bearbeitung Martin Willi

Aufführungsrechte:

Breuninger Verlag, Aarau - 062 824 42 34

Personen:

4 Damen

Zeit:

Gegenwart, bearbeitet im Jahre 2005, es ist Sommer.

Ort der Handlung:

Die elterliche Wohnung der Schwestern Andersen in Laufenburg.

Inhaltsangabe:

Seit einigen Wochen lebt Ramona Andersen bei den drei Andersen-Schwestern im Städtchen Laufenburg. Ramonas Vater hat sie seinen Cousinen in Obhut gegeben um sie auf einen soliden Lebenswandel zu führen, da Ramona in ihrer Heimatstadt Zürich nur allerlei Vergnügen wie Männer, Drogen, Alkohol etc. im Sinn hatte. Doch seit dem Eintritt der jungen hübschen Frau in das Leben der drei Andersen-Schwestern, geht deren Alltag nicht mehr den gewohnten Gang. Vor allem als sich Ramona scheinbar in den Nachbarn Theodor verliebt, auf den offenbar alle drei Schwestern ebenfalls ein Auge geworfen haben, ist nichts mehr wie es einmal war.

Lisa, die jüngste Schwester beobachtet am Fenster mit ihrem Feldstecher steht's was auf der anderen Strassenseite geschieht, um dies ihrer Busenfreundin Beatrice Meier brühwarm weiter zu erzählen. Auch Bertha, die mittlere der Schwestern, hat sich vollauf der Beobachtung von Ramona und Theodor gewidmet. Dies tut sie so intensiv, dass sie sich seit Tagen nicht mehr in ihrer Kleiderboutique blicken liess und sich für mehrere Wochen abgemeldet hat, da sie vorgibt in den Ferien zu weilen. Das Interesse von Corinne an der ganzen Affäre ist ganz besonderer Natur, denn Theodor und sie wollten sich vor beinahe zwanzig Jahren verloben! Corinne, Bertha und Lisa versuchen die Affäre von Ramona und Theodor zu beenden, jede für sich aus einem ganz speziellen Grund. So besteht Berthas Interesse vor allem darin, da sie sich selbst zu der attraktiven Nichte hingezogen fühlt.

Die Nacht, in der Theodor und Ramona zum ersten Mal im Hotel übernachten wollen, endet im Chaos, es tritt der Totalschaden in das unscheinbare Leben der Andersen-Schwestern.

Bühnenbild:

Das Wohnzimmer ist schlicht möbliert. Links vorne der Eingang, daneben ein imaginäres Fenster auf die Strasse. Hinten links geht es in die Schlafzimmer. Vorne rechts in die Küche und das Bad. Rechts ein kleiner Tisch mit drei Stühlen und Stehlampe. Vorne links am Fenster steht ein Stuhl für Lisa. An der Rückwand Regal oder Kommode mit Telefon, CD-Player, Bücher, Bar etc. Ebenfalls vorhanden ist ein imaginärer Spiegel.



 

 

Toti läbe länger

Der Titel lautet im Original „Geisterkomödie“ und darf nicht geändert werden.

Art des Stücks:

Geisterkomödie in zwei Akten (Spieldauer rund 165 Minuten)

Autor:

Noel Coward, deutsche Übersetzung Robert Gillner, schweizerdeutsche Bearbeitung Martin Willi

Aufführungsrechte:

Gallissas Theaterverlag, D-Berlin

Die schweizerdeutsche Bearbeitung ist nicht im Verlag erhältlich.

Personen:

2 Herren / 5 Damen

Zeit:

Gegenwart, verfasst 1941, schweizerdeutsche Bearbeitung 2004.

Es ist Sommer, die ganze Handlung spielt innerhalb von wenigen Tagen.

Ort der Handlung:

Wohnzimmer bei Markus und Ruth Zaugg in Bern.

Inhaltsangabe:

Markus Zaugg ist ein erfolgreicher Schriftsteller und wohnt mit seiner Frau Ruth in Bern. Seine erste Frau Elvira ist ihm vor ein paar Jahren verstorben. Zaugg hat das Ziel ein Buch über Geister und Gespenster zu schreiben. Er lädt deshalb zu einer spiritistischen Sitzung mit dem Medium Madam Arcati ein, an der auch sein Freund Norbert Wyss und dessen Frau Caroline teilnehmen. Während der Sitzung erscheint seine erste Frau Elvira als Geist und bleibt aus alter Anhänglichkeit gleich bei ihm. Auf ihre Nachfolgerin eifersüchtig, führt sie einen Autounfall herbei, der Ruth das Leben kostet, so dass diese ebenfalls als Geist zu ihrem Mann zurückkehrt. Madam Arcati hat grosse Mühe, die Geister wieder zu vertreiben, schliesslich gelingt es ihr dank der Haushaltshilfe Rebekka.

„Blithe Spirit“ ist eines der auch international erfolgreichsten Theaterstücke Cowards, dem damit eine Wiederbelebung der in England äusserst beliebten Komödien mit Gespenstern und allem Hokuspokus, der dazu gehört, gelang. Es ist ein mit schwarzem britischem Humor durchsetztes, leicht frivoles Bühnenstück, das das Übersinnliche zum Anlass für verwirrende Ereignisse, spritzige Dialoge und überschäumende Situationskomik nimmt.

Die Uraufführung erfolgte 1942 in London, die deutsche Erstaufführung war 1945 im Schauspielhaus Zürich zu sehen.

Bühnenbild:

Ein gemütlich und elegant eingerichtetes Wohnzimmer. Links befindet sich ein Cheminée. Ebenfalls links geht es in das Büro, das Bad, sowie nach oben in die Schlafzimmer. Nach rechts geht es in die Küche und das Speisezimmer. Auf der Bühne befindet sich mindestens ein Tisch, an dem sich fünf Personen setzen können, ein Sofa, sowie ein Regal mit Bar, Musikanlage, Telefon etc.



 

 

Uf Bali und zrugg

Art des Stücks:

Komödie in zwei Akten (Spieldauer rund 120 Minuten)

Autor:

Bernd Spehling, Dialektbearbeitung Martin Willi

Aufführungsrechte:

Breuninger Verlag, Aarau - 062 824 42 34

Personen:

4 Herren / 5 Damen

Zeit:

Gegenwart, der zweite Akt spielt einen Tag später.

Ort der Handlung:

Die Columbus-Bar auf dem Kreuzfahrtschiff MS Luxor.

Inhaltsangabe:

Wie wäre es denn, hätten Sie nicht Lust, auf einem Kreuzfahrtschiff in spannender, ja sogar abenteuerlicher Atmosphäre den Hauch der grossen weiten Welt zu erleben? Für Ludwig von Ballheim, Kapitän des MS Luxor, ist dies Routine, auch wenn es bei seiner Vorliebe für hübsche Frauen und Champagner nicht gerade danach aussieht, denn in Wahrheit führt der zuverlässige Erste Offizier Peter Moser die Geschicke der Seefahrt an Bord.

In froher Erwartung der - aus Sicht des Personals längst überfälligen - Frühpensionierung des Ludwig von Ballheim begibt man sich also auf eine letzte grosse Fahrt nach Bali und zurück! Doch als sich der werte Herr Kapitän in einem der Rettungsboote wieder einmal mit einer der weiblichen Passagieren vergnügt, werden diese wegen einer Rettungsübung auf hoher See kurzerhand zu Wasser gelassen. Infolge einer, wie sollte es anders sein, unglücklichen Verkettung ebenso unglücklicher Umstände fehlt natürlich beim Einholen der Boote leider das Boot mit dem bis anhin noch recht vergnügten Kapitän und seiner Begleitung. Eine Panik an Bord eines ohne Kapitän geführten Kreuzfahrtschiffes muss natürlich unter allen Umständen vermieden werden und so fällt dem Ersten Offizier des Schiffes nichts geistreicheres ein, als ausgerechnet Sigi, einem Landstreicher, der die Reise inklusive 1000 Euro Taschengeld bei einer Tombola gewonnen hat, den Passagieren als Kapitän unterzujubeln. Doch die Turbulenzen beginnen erst jetzt so richtig, denn Sigi, der inmitten der feinen Gesellschaft anfangs allenfalls geduldet war, geniesst nun sichtlich das Ansehen, vor allem aber die beachtliche Wirkung einer Kapitänsuniform und lässt natürlich das Publikum an diesem lustigen Genuss kräftig teilhaben.

Doch wird das Schiff seinen Hafen erreichen? Wird der echte Kapitän mit seiner charmanten Begleitung und seinem Rettungsboot überhaupt jemals irgend etwas erreichen und was treibt Sigi so alles mit der ihm ausgelieferten Besatzung? Seien Sie gespannt!

Bühnenbild:

Die Columbus-Bar auf dem Kreuzfahrtschiff Luxor. Hinten rechts der Tresen, dahinter ein Bullauge. Rechts die Tür zum Oberdeck. Links eine Tür, unter anderem zum Restaurant. Hinten links die Tür zu einem Teil der Kabinen. Über dieser Tür ist ein Schild angebracht „Zu den Kabinen 220 - 300“. Rechts neben dieser Tür ein weiteres Bullauge. Über der linken Tür ist ein Schild angebracht „Restaurant/Fitnesscenter/Kino“. Vor dem Tresen stehen vier Barhocker. Der Tresen sollte mit diversen Getränkeflaschen andeutungsweise ausgestattet sein. Eventuell könnten dahinter auch Regale mit entsprechenden alkoholischen und nichtalkoholischen Getränken - auch zeichnerisch - angedeutet werden. Hinter dem Tresen ist für das Publikum deutlich lesbar, das Schild Columbus-Bar angebracht. Vorne links steht ein kleiner tiefer Tisch mit drei kleinen Sesseln. Vom Oberdeck gibt es noch weitere Zugänge zum Restaurant und den Kabinen, daher ist es zum Beispiel auch möglich rechts wegzugehen und links wieder aufzutreten.



 

 

Verschmutzung lohnt sich nicht

Art des Stücks:

Ein Stück zum Thema Natur und Umwelt in acht Bildern (Spieldauer rund 55 Minuten)

Autor:

Martin Willi

Aufführungsrechte:

Anfragen an Martin Willi, Laufenburg - 079 329 19 33

Personen:

6 Herren / 5 Damen

Zeit:

Zeitlos, verfasst im Jahre 2003.

Ort der Handlung:

Das Stück spielt in Laufenburg am Rhein.

Inhaltsangabe:

Im kleinen idyllischen Städtchen Laufenburg kommt es immer wieder zu Verschmutzungen im Rhein. Besonders schlimm ist die Umweltverschmutzung durch Altöl. Bisher tappte die Polizei jedoch buchstäblich im Dunkeln. Bis zu jener Nacht, als Kunigunde Schmidt zufällig zwei dubiose Männer beobachtet, die allerlei Unrat in den Rhein werfen. Was jedoch zunächst wie ein Hoffnungsschimmer aussieht, zerplatzt schliesslich wie eine Seifenblase, weil Kunigunde Schmidt die Männer nicht erkennen konnte.

Eher zufällig scheint die Polizei aber doch auf die Spur der Umweltverschmutzer gekommen zu sein. Grund dafür ist, dass die beiden Kehrichtmänner Gustav und Sepp eine Drogendealerin entdeckt haben. Und gerade in dieser Wohnung von Marie-Claire Duruz finden der Inspektor Müller und die Polizistin Hummel verdächtige Indizien. Ob dies aber reichen wird, um der Umweltverschmutzung ein Ende zu bereiten?

Das Stück soll die Zuschauer zum Nachdenken anregen. Das Publikum soll sich in seinem Tun und Handeln selbst hinterfragen und ein stärkeres Bewusstsein für eine gesunde Umwelt vermitteln. Natürlich besteht die Möglichkeit, das Stück an andere Orte und Gewässer anzupassen. Es ist nicht von Notwendigkeit, dass das Stück wirklich in Laufenburg am Rhein spielt.

Bühnenbild:

Grundsätzlich lautet das Motto: Weniger ist mehr. Auf der Bühne sollten sich bei jedem Bild immer nur die wichtigsten Elemente und Requisiten befinden, so kann der Umbau der einzelnen Szenen auch schnell erfolgen.

1./5. Bild: Flussufer am Rhein

2. Bild: Polizeibüro

3. Bild: Strasse in der Altstadt

4./6./7./8. Bild: Wohnung von Marie-Claire



 

 

Waldemar uf heisser Spuur

Art des Stücks:

Heiteres Kriminalstück in fünf Akten (Spieldauer rund 100 Minuten)

Autor:

Martin Willi

Aufführungsrechte:

Breuninger Verlag, Aarau - 062 824 42 34

Personen:

5 Herren / 5 Damen

Zeit:

Gegenwart

Ort der Handlung:

Wohnzimmer von Frau Müller, Polizeibüro, in einer kleinen Gasse

Inhaltsangabe:

Im kleinen Städtchen Herzburg herrscht die Angst, seit in der nahe gelegenen Grossstadt Zürich der bekannte Ein- und Ausbrecherkönig Ganoven-Kurti und sein Genosse Stinki-Billi ausgebrochen sind und in Herzburg gesichtet wurden. Bei einem Einbruch bei der wohlhabendsten Dame des Ortes, bei Frieda Müller, deutet alles auf das Verbrecherduo hin. Ein Fall für die Ortspolizei! Da Kommissar Meier-Schmid mit einer schweren Grippe im Bett liegt, muss der als unbeholfen und tollpatschig bekannte Waldemar Bohnenblust den Fall übernehmen. Voller Elan und übereifrig macht er sich denn auch an die Arbeit - von einem solchen Fall hat er seit Jahren schon geträumt. Sieht sich der kleine Kriminalpolizist Bohnenblust doch eher als grosser Held in einem TV- oder Filmkrimi, denn als kleiner Polizist auf dem Lande. Allerdings tappt Waldemar vorerst buchstäblich im dunkeln und sein Sohn Reto, der mit dem Hausmädchen von Frieda Müller, mit Margritli, liiert ist, trägt auch nicht gerade dazu bei, dass bei Waldemar ein Licht aufgehen könnte. Die hübsche Mayeli, die dem tragischen Held so sehr gefällt (obwohl er doch mit Lotti verheiratet ist), verwirrt dessen Kopf noch vollends. Wenn er wüsste, dass eben gerade sein neuer Schwarm eigentlich die Braut von Ganoven-Kurti ist...

Das Stück beinhaltet viele verwirrende Situationen und stellt auf humorvolle und satirische Art und Weise die Jagd der Polizei nach einem gesuchten Ausbrecherduo dar. Ob es dem kleinen Polizisten gelingt (vielleicht mit Hilfe seiner Sekretärin Rosi?) die berüchtigten Verbrecher dingfest zu machen? Welche undurchsichtige Rolle spielt eigentlich das Hausmädchen Margritli und in welcher Beziehung steht ausgerechnet sie zu Ganoven-Kurti? Warum liegt gerade jetzt Meier-Schmid mit einer Erkältung im Bett, nachdem er während seiner ganzen langjährigen Amtszeit noch nie krankheitshalber vom Dienst fernblieb? Fragen über Fragen...

Der heitere Fünfakter, mit zahlreichen Pointen gespickt, wird dafür sorgen, dass sich das Theaterpublikum bestens amüsiert.

Bühnenbild:

Wohnzimmer der Frieda Müller = Sehr wohlhabend und nobel (antike Möbel) eingerichtet: wertvolle Gemälde an der Wand, Polstergruppe mit Clubtischchen, Wohnwand mit Radio. Drei Türen: Eine nach hinten als Ausgang, eine links in die Schlafräume und eine rechts in die Küche. Zwei bis drei Fenster. Telefon muss vorhanden sein.

Polizeibüro = Muss zwei Arbeitsplätze aufweisen. Rechts befindet sich das ordentlich eingerichtete Sekretariat von Rosi Spring, dort sollte sich auch die Eingangstüre befinden. In der Mitte ist der Bürotisch von Waldemar Bohnenblust. Dieser ist sehr unordentlich eingerichtet, an dessen Rückwand hängen Poster von diversen Krimihelden aus TV und Film. Darauf steht ein Radio. Zwei Telefone mit unterschiedlichen Klingelzeichen: eines bei Waldemar und eines bei Rosi. Auf der linken Seite könnte sich zum Beispiel ein Archivschrank, ein Bücherregal oder desgleichen befinden. Dort geht eine Tür in das Büro des Polizeikommissars Meier-Schmid.

Kleine Gasse = Kann mit Vorhängen, Teppichen, Brettern und Ähnlichen angedeutet werden. Buchten auf der Rückseite als Eingänge zu den Häusern.



 

 

 

 

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